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Vom Meister zum Ausschluss
Der französische Erstligist AS Monaco hat offiziell Insolvenz angemeldet und den Spielbetrieb eingestellt. Der Verein, der 2025 im EuroLeague-Finale stand, hofft auf eine Restrukturierung und eine spätere Rückkehr.

AS Monaco Basket hat in einer an die Fans gerichteten Mitteilung bestätigt, dass der Klub ein Insolvenzverfahren eingeleitet hat und seinen Betrieb vorerst pausiert. "Heute ist ein trauriger Tag. Trotz aller Bemühungen ist AS Monaco Basket in ein Insolvenzverfahren eingetreten", heißt es in dem Statement, das zugleich die Hoffnung auf eine Restrukturierung und eine spätere Rückkehr des Projekts formuliert.
Der Schritt beendet eine der erfolgreichsten Phasen der französischen Vereinsgeschichte. Seit dem Aufstieg 2015 gewann Monaco drei französische Meistertitel, vier Leaders Cups, zwei Pokale sowie 2021 den EuroCup. In der EuroLeague erreichte der Klub in allen fünf Spielzeiten seit 2021 die Playoffs, stand zweimal im Final Four und verlor 2025 das Endspiel gegen Fenerbahce Istanbul.
Der Zusammenbruch kündigte sich seit Monaten an: Dem amtierenden französischen Meister wurde im Sommer 2026 wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten die Lizenz für die nationale Liga Betclic Elite entzogen, trotz zwischenzeitlicher Finanzspritzen des Fürstentums Monaco. Auch einen Antrag auf Teilnahme an der drittklassigen NM1 lehnte der französische Verband im September 2026 ab, da Monaco keine verlässlichen Finanzunterlagen vorlegen konnte.
Schon zuvor hatte der Absturz begonnen: Statt in der EuroLeague sollte Monaco mit deutlich reduziertem Budget im EuroCup antreten, wurde dort inzwischen aber durch Bosna Sarajevo ersetzt. Die sportliche Zukunft liegt nun bei der Amateurabteilung "ASM", deren Herrenteam in der fünften Liga NM3 spielt - mit der erklärten Hoffnung des Klubs, eines Tages in den Profibereich zurückzukehren.
jos