07.09.2025
Beide spielen in der NBA zusammen
Das Favoritensterben bei der Basketball-Europameisterschaft geht weiter. Nach Serbien hat es nun auch Frankreich erwischt, die sich den starken Georgiern - samt Bayern-Neuzugang Baldwin - geschlagen geben mussten.

Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.
Nicht Serbien gegen Frankreich heißt das zweite Viertelfinale bei dieser EM, sondern Finnland gegen Georgien. Letzteren gelang am späten Sonntagnachmittag die zweite große Überraschung des noch laufenden Achtelfinals.
"Was für ein Tag", resümierte Georgiens NBA-Star Sandro Mamukelashvili. "Das ist der größte Sieg in Georgiens Basketball-Geschichte", sagte er und fügte hinzu: "Es ist wahrscheinlich auch der größte Sieg in meiner Karriere. Wir sind jetzt eines der acht besten Teams Europas."
Gleichzeitig schickte er einen Gruß an seinen ehemaligen NBA-Mitspieler Victor Wembanyama, mit dem er bis zuletzt bei den San Antonio Spurs zusammenspielt: "Jetzt kann ich ihm schreiben und sagen, dass wir Frankreich geschlagen haben. Schade, dass er nicht dabei war, denn wir hätten sie auch mit ihm besiegt."
Auch Bayern-München-Neuzugang Kamar Baldwin war in der Mixed Zone sichtlich glücklich, war aber gleichzeitig darum bemüht, nicht über das Ziel hinauszuschießen: "Der Job ist noch nicht beendet. Wir haben bald schon das nächste Spiel vor der Brust und müssen uns darauf vorbereiten."
Worauf sich der eingebürgerte US-Amerikaner bezieht: Wohl am kommenden Mittwoch treffen Baldwin und seine Georgier im EM-Viertelfinale auf Finnland, denen am Vortag ebenfalls eine große Überraschung gelungen war, indem man Serbien besiegte. "Sie sind ein großartiges Team und werden aggressiv spielen, so wie wir das gestern gesehen haben."