vor 9 Stunden
Walter bot Anteile offenbar proaktiv an
Die Los Angeles Lakers wurden verkauft - schon wieder. Zum Rekordpreis - schon wieder. Ex-Besitzer Mark Walter macht mit dem Deal einen Milliarden-Gewinn - und dennoch wachsen die Zweifel an seinen Beweggründen.

Gerade einmal 14 Monate ist es her, als Investor Mark Walter das historische Lakers-Franchise für mehr als zehn Milliarden US-Dollar kaufte. Am gestrigen Mittwoch veräußerte er seine Anteile bereits wieder - inklusive Gewinnmarge im zehnstelligen Bereich!
Die neuen Käufer: Bob Iger und Josh Kushner - ebenfalls milliardenschwere Investoren. Ersterer erklärte sich nur wenige Stunden nach Bekanntgabe gegenüber der California Post: "Wir waren darin involviert, ein neues Franchise in Vegas aufzubauen", erklärte der ehemalige CEO des Disney-Konzerns seine Beweggründe.
Pikant dabei: Nicht er und Kushner hätten den Kauf demnach forciert, sondern die Idee schien beiden in die Hände zu fallen: "Währenddessen wurde an uns herangetragen, dass Mark Walter möglicherweise daran interessiert wäre, seine Anteile an den Lakers an uns zu verkaufen. Wir haben dann sofort entschieden, dass es - angesichts des Wertes des Franchise und des ikonischen Vermächtnisses des Teams - klug wäre, das zu verfolgen."
Die Aussage lässt durchaus Zweifel daran offen, ob Ex-Besitzer Walter mit seinem Engagement in Los Angeles zufrieden war. Dagegen spricht auch die auffällig schnelle Abwicklung des Geschäfts, die laut Iger lediglich drei Tage gedauert habe.
Bedenken an den Hintergründen des Verkaufs äußerte auch NBA-Spieler Kyle Kuzma: "Niemand verkauft ein Kronjuwel innerhalb von 14 Monaten, nur weil es gut läuft", schrieb der Forward der Milwaukee Bucks, der 2017 von den Lakers gedraftet wurde, via "X".
Walter selbst äußerte sich bislang nicht zu seinen Beweggründen.
jos