30.06.2025
WNBA kompakt
Ein spannender Sonntag in der WNBA brachte emotionale Rückkehrer, Rekorde und große Überraschungen. Während Minnesota ein Statement setzte, endete Phoenix' beeindruckende Siegesserie in einem Krimi.

Brionna Jones erzielte 21 Punkte und führte die Atlanta Dream zu einem 90:81-Heimsieg gegen die New York Liberty. Allisha Gray legte 20 Zähler, neun Rebounds und sechs Assists nach, während Rhyne Howard verletzt ausschied und nicht zurückkehrte. Die Dream dominierten vor allem in der Zone und erzielten starke 62 Punkte in der Zone - ein vereinsinterner Bestwert seit 2012.
New York konnte trotz 21 Punkten von Breanna Stewart nicht mithalten und verlor zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen. Nyara Sabally blieb in 25 Minuten punktlos, sammelte aber vier Rebounds. Atlanta ging mit einem 13-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit, obwohl der Dreier (0/10) gar nicht fiel - stattdessen überzeugten sie mit 21 Treffern aus 29 Zweierversuchen.
A'ja Wilson verhalf den Las Vegas Aces mit einem starken Finish zum 84:81-Auswärtssieg bei den Phoenix Mercury und beendete damit deren sechs Spiele andauernde Siegesserie. Wilson erzielte 26 Punkte, 18 Rebounds und sieben Assists - und krönte ihre Leistung mit dem entscheidenden Korb 22 Sekunden vor dem Ende.
Rookie Aaliyah Nye überraschte mit fünf Dreiern und 16 Punkten für die Aces, bei denen auch Jackie Young (15) überzeugte. Phoenix lag im letzten Viertel zwischenzeitlich vorne, konnte aber den Druck in der Crunchtime nicht mehr standhalten. Satou Sabally kam auf zehn Punkte (3/14 FG, 9 Rebounds), während Sami Whitcomb mit vier Dreiern einen WNBA-Rekord einstellte.
Angel Reese führte die Chicago Sky mit 24 Punkten und 16 Rebounds zum 92:85-Sieg gegen die Sparks und stellte dabei einen WNBA-Rekord auf: Sie ist die erste Spielerin der Liga, die in vier Spielen in Folge mindestens 15 Rebounds holte. Ihre elf Punkte im Schlussviertel machten den Unterschied, dazu sammelte sie auch sieben Assists.
Die Partie stand ganz im Zeichen von Candace Parker, deren Trikotnummer drei in der Halbzeit bei den Sparks unter die Hallendecke gezogen wurde. Reese stahl am Ende jedoch die Show, unter anderem mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 85:74. Kelsey Plum hielt mit 22 Punkten für L.A. dagegen, doch Chicago entschied das Spiel in der Schlussphase.
Die Minnesota Lynx demontierten die Connecticut Sun beim 102:63-Heimsieg regelrecht - es war die neunte Niederlage in Folge für Connecticut. Napheesa Collier erzielte 23 Punkte, Kayla McBride traf fünf Dreier und legte 20 Punkte auf.
Minnesota entschied das Spiel im zweiten Viertel mit einem 21:0-Lauf, führte zur Halbzeit bereits mit 24 Punkten und setzte im dritten Abschnitt (27:15) noch einen drauf. Die Sun fanden nie in den Rhythmus, während bei Minnesota elf Spielerinnen punkteten. Das Team aus dem hohen Norden bleibt damit zuhause ungeschlagen (8-0).
Die Golden State Valkyries gewannen deutlich mit 84:57 gegen Seattle - angeführt von Tiffany Hayes (21 Punkte) und Veronica Burton (15). Kayla Thornton verletzte sich im dritten Viertel, doch das Team reagierte mit einem dominanten Auftritt, insbesondere defensiv.
Seattle hatte mit 27 Prozent Wurfquote einen Tiefpunkt der Saison. Skylar Diggins kam auf 18 Punkte, doch insgesamt fanden die Storm kaum Lösungen. Unter den 18.000 Fans im ausverkauften Chase Center waren auch Stephen Curry, Sue Bird und Megan Rapinoe - doch es war die starke Defense von Golden State, die das Spiel bestimmte.
sgm