vor 8 Stunden
Halluzinationen bei Gence-Coach?
Der aserbaidschanische Club Gence hat die Vorwürfe seines eigenen Cheftrainers Martin Knezevic öffentlich zurückgewiesen. Dieser hatte nach einer Auftaktniederlage im FIBA Europe Cup einen Aufzugsunfall und eine abgelehnte Spielverlegung kritisiert.

Der FIBA-Europe-Cup-Club Gence BK hat in einer offiziellen Stellungnahme die Behauptungen seines Cheftrainers Martin Knezevic als „fern der Realität” zurückgewiesen. Knezevic hatte sich zuvor nach einer deutlichen Auswärtsniederlage gegen den türkischen Klub Esenler Erokspor zum Saisonauftakt der FIBA-Europe-Cup-Gruppenphase 2026/27 öffentlich geäußert.
In einem inzwischen gelöschten Facebook-Beitrag erklärte Knezevic, fünf seiner Spieler seien verletzt worden, als ein Hotelaufzug drei Stockwerke abgestürzt sei. Er machte Gegner Erokspor für die Buchung eines billigen Hotels verantwortlich und warf dem Verband FIBA vor, eine Bitte um Spielverlegung ignoriert zu haben: "Danke an FIBA, dass ihr unsere Bitte um eine Verlegung mit mehreren verletzten Spielern ignoriert habt. Ihr seid die Besten", schrieb er sarkastisch.
Der Verein widersprach dem eigenen Trainer nun in allen zentralen Punkten. Ein technisches Problem mit dem Aufzug habe es zwar gegeben, das Hotel sei jedoch von Gence selbst ausgesucht und bezahlt worden, nicht von Erokspor. Eine Spielverlegung sei zudem nie beantragt worden. Der Vorstand warf Knezevic vor, sich nach der Niederlage Ausreden ausgedacht zu haben, und wertete sein Verhalten als Verstoß gegen professionelle Werte und die interne Disziplin.
Trotz der scharfen Kritik verzichtete der Club zunächst auf eine fristlose Entlassung und sprach stattdessen eine strenge Verwarnung aus; als Gründe wurden Emotionen und kulturelle Unterschiede genannt. Ein weiterer Vorfall dieser Art solle jedoch die sofortige Vertragsauflösung zur Folge haben.
jos