21.03.2009
Köln: 99ers ziehen die Bremse
Fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen - zu viel für die Verantwortlichen der Köln 99ers, die mit der Beurlaubung von Trainer Drasko Prodanovic auf die sportliche Misere reagierten. Der Basketball-Bundesligist, der punktgleich mit dem vorletzten Gießen in akuter Abstiegsgefahr schwebt, hat mit dem bisherigen Assistenten Zoran Kukic gleich einen Nachfolger präsentiert - und der muss gleich bei einem Schicksalsspiel ran.
Denn am Sonntag geht es für die 99ers gleich zum Schlusslicht Bremerhaven zum Abstiegsduell. Die LTi Giessen 46ers stecken ebenfalls mit im Keller, die Hessen liegen punktgleich mit Köln auf dem vorletzten Platz. "Wir haben uns zu diesem für den Verein und mich persönlich schweren Schritt entschieden, um der Mannschaft neue Impulse zu geben", begründete Sportdirektor und Geschäftsführer Stephan Baeck auf der Internetseite des Vereins am Samstag die Trennung von Prodanovic. "Bereits in den letzten Wochen haben wir gemeinsam über sportliche Veränderungen gesprochen, die leider nicht umgesetzt werden konnten. Deshalb mussten wir diese Entscheidung treffen", so Baeck weiter, der Prodanovic "als Vater des Deutschen Meistertitels 2006 und Pokalsiegs 2007" in Bezug auf die Taktik sieht.
Nun war aber auch Prodanovic, der vor der Saison Meister-Coach Sasa Obradovic beerbt hatte, mit seinem Latein am Ende. Kukic übernimmt beim Drittletzten. Der 35-Jährige ist ein 99er der ersten Stunde. Seit der Bundesliga-Zugehörigkeit der Kölner im Jahr 2001 der Bosnier mit österreichischem Pass mit den Kölnern verbunden. Unter anderem feierte er als Power Forward mit dem Team Pokalsiege 2004 und 2005. Prodanovic hatte das Traineramt bei den Rheinländern erst vor der laufenden Saison von Meister-Coach Sasa Obradovic übernommen.