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    NBA

    vor 3 Stunden

    Thunder verpassen Titelverteidigung

    Kommentar zum OKC-Aus: Jetzt bloß nicht in Panik verfallen

    Die Oklahoma City Thunder sind als achtes Team in Serie an der Titelverteidigung gescheitert. Gleichzeitig kam in diesem Zeitraum kaum eine Mannschaft dem Repeat näher. Panik-Moves darf es jetzt nicht geben. Ein Kommentar von Robert Arndt.

    Sam Presti gilt als Meistermacher von OKC. Schenkt er dem Kader weiterhin das Vertrauen?
    Sam Presti gilt als Meistermacher von OKC. Schenkt er dem Kader weiterhin das Vertrauen? Alonzo Adams-Imagn Images

    Ein einziger Sieg fehlte für die erneute Teilnahme an den NBA Finals, doch grämen muss man sich in OKC deswegen nicht. Die San Antonio Spurs waren ein ebenbürtiger Gegner, der am Ende mehr Luft und weniger Verletzungssorgen hatte sowie im vierten Viertel die Big Plays machte.

    Vieles erinnerte an die Serie vor zwei Jahren mit den Dallas Mavericks, als die Thunder ebenfalls in engen Momenten Probleme hatten, konstant Offensive zu finden, die nicht von Shai Gilgeous-Alexander initiiert wurde. Der Kanadier machte mit 35 Punkten (12/21 FG) und neun Assists ein vorzügliches Spiel, jedoch erzielte nur Cason Wallace (17) noch mehr als zwölf Zähler. Chet Holmgren (4 Punkte, 1/2 FG) und Lu Dort (3, 1/4 FG) waren offensive Totalausfälle, die verletzten Jalen Williams und Ajay Mitchell wurden schmerzlich vermisst.

    Inwieweit die Thunder mit den beiden Guards besser gewesen wären, ist müßig, allerdings bekam der entthronte Champion erstmals seit der Dallas-Serie wieder Schwierigkeiten, die fünf passenden Spieler zu finden. So tief der Kader auch ist, San Antonio schaffte es, Akteure wie Dort oder eben Holmgren vom Feld zu spielen, was eigentlich nicht möglich schien. Nun, Victor Wembanyama macht mit 22 Jahren eben viele Dinge möglich.

    Das Star-Trio von Oklahoma City: Jalen Williams, Chet Holmgren und Shai Gilgeous-Alexander (v.l.n.r.).
    Das Star-Trio von Oklahoma City: Jalen Williams, Chet Holmgren und Shai Gilgeous-Alexander (v.l.n.r.). picture alliance / ASSOCIATED PRESS

    SGA stärkt Kaderplaner Presti den Rücken "Bester GM aller Zeiten"

    Das ist die Realität, der sich die Thunder stellen müssen. Die San Antonio Spurs werden in dieser Form nicht so schnell von der Landkarte verschwinden. Gleichzeitig war diese Serie gefühlt ein Münzwurf und hätte gut und gerne auch in die andere Richtung schwingen können. Übereilte Schlüsse müssen deswegen nicht gezogen werden, das weiß auch OKC: "Ich werde keinen Input liefern und Sam Presti, den besten GM aller Zeiten, seinen Job machen lassen", versicherte Gilgeous-Alexander.

    Presti ist gleichzeitig nicht für Panik-Manöver bekannt. Mit einer Engelsgeduld wurde dieses Team schließlich über sieben Jahre aufgebaut und jeder Schritt genommen, obwohl OKC alle Mittel hat, um große Star-Trades einzufädeln. "Wir müssen erst einmal unser Frühstück beenden, bevor wir so tun, als ob wir nahe an einem Titel sind", hatte Presti im November 2023 die Richtung vorgegeben.

    Die größten Moves? Der Flop mit Gordon Hayward sowie die Additionen von Alex Caruso (Trade) und Isaiah Hartenstein (Free Agency), die als wertvolle Rollenspieler das Team ergänzten und OKC endgültig zu einer Maschine machten. Dass die Thunder aber verwundbar blieben, zeigte auch die Meister-Saison, als man gleich zweimal in einem Spiel 7 zur Pause hinten lag. Damals ging es jeweils gut, diesmal nicht.

    "Der Kern der Mannschaft sollte nicht verändert werden, davon dürfte auch Presti überzeugt sein."

    Im Gegensatz zum Vorjahr waren die Thunder mehr von Verletzungen in den Playoffs gebeutelt. Das ist ein Faktor und Teil des Spiels nach dem dritten langen Postseason-Run. OKC ist nun wieder Jäger, gewisse Veränderungen werden dafür unvermeidlich sein aufgrund der finanziellen Situation (dazu morgen mehr). Aber: Der Kern der Mannschaft sollte nicht verändert werden, davon dürfte auch Presti überzeugt sein.

    Die Thunder ist mit ihrer Kontinuität über die vergangenen Jahre gut gefahren, es hat sie bis an die Spitze gespült. Eine enge Serie gegen ein ebenfalls famoses Team sollte diese Marschroute nicht verändern. Nun sind die Knicks und Spurs an der Reihe, das zu bestätigen, was sie in diesem Jahr geschafft haben. Können sie von Verletzungen verschont bleiben? Bleibt der Hunger? Wendet sich das Glück? All das sind Faktoren und OKC ist viel zu nah dran (und in seiner Zusammensetzung viel zu jung), als dass man in Panik verfallen sollte.

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