14.03.2026
Die NBA ruft
Hannes Steinbach absolvierte in der Nacht auf Freitag sein vermutlich letztes Spiel für die Washington Huskies. Dass der Würzburger nicht zu halten sein wird, vermutet auch dessen Coach. Steinbachs Worte lassen ebenfalls tief blicken.

March Madness wird ohne Hannes Steinbach stattfinden, so viel ist sicher, auch wenn die Conference-Turniere noch immer laufen. Die Huskies hätten das Big-10-Turnier schon gewinnen müssen, um noch eine Chance auf das 68 Teams starke Teilnehmerfeld zu haben, allerdings unterlagen sie den an 20 gesetzten Wisconsin Badgers mit 82:85.
Mit 25 Punkten und 16 Rebounds wehrte sich Steinbach gegen die Niederlage, letztlich fehlte seiner Mannschaft aber die Qualität. "Wir werden alles versuchen, um ihn zum Bleiben zu bewegen", sagte Coach Danny Sprinkle nach der Niederlage. "Die ganze Stadt Seattle sollte alles daran setzen, dabei er noch ein Jahr hier spielt."
Dass es so kommt, ist höchst unwahrscheinlich, vielmehr wird sich der Deutsche für den NBA Draft anmelden. Diverse Prognosen sehen den Power Forward schon das ganze Jahr in der Mitte der ersten Runde zwischen 10 und 20. Und auch Steinbach selbst wählte Worte, die auf einen Abschied hindeuten. "Es hat viel Spaß gemacht, für Washington zu spielen." Er wählte die Vergangenheit als Zeitform, wollte sich aber nicht direkt zu seiner Zukunft äußern.
Sprinkle weiß sehr wohl, dass Steinbach nicht zu halten sein wird und antwortete mit Humor, als er gefragt wurde, was er NBA Scouts zum Deutschen sagen würde. "Kein guter Junge und ein sehr mäßiger Spieler, der vermutlich noch vier Jahre College spielen sollte", sagte Sprinkle mit einem Lachen.
Über die Saison legte Steinbach 18,5 Punkte und 11,8 Rebounds im Schnitt auf, ligaweit sammelte kein Spieler mehr Rebounds ein als der Würzburger. In der Big Ten wurde Steinbach ins All-Conference Third Team gewählt, dazu wurde er als zweitbester Freshman der Conference ausgezeichnet.
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