02.03.2026
Weiter Differenzen zwischen FIBA und EuroLeague
Zahlreiche Schlüsselspieler fehlten der deutschen Mannschaft in den Länderspielen gegen Kroatien. Präsident Ingo Weiss äußerte sich in der Halbzeit zu den Problemen im Rahmenkalender und hofft auf baldige Besserung.

Es ist fast schon Gewohnheit, dass das Spielplan-Thema in den Länderspielfenstern aufpoppt. Hätte Deutschland auch das zweite Duell mit Kroatien verloren, wäre es womöglich noch heißer diskutiert worden, letztlich ist es ein Problem, welches seit vielen Jahren besteht. Aufgrund Termin-Konflikten mit der EuroLeague standen zahlreiche Stars dem DBB-Team nicht zur Verfügung, das Fehlen der NBA-Spieler ist ohnehin Usus.
DBB-Präsident Ingo Weiss, der gleichzeitig auch als Schatzmeister für die FIBA fungiert, hofft auf Besserung. "Es wird viel darüber diskutiert und wahrscheinlich wird es eine Lösung geben", meinte der Präsident in der Halbzeit des Spiels gegen Kroatien bei Magenta Sport.
"Wie soll ich einem Fan erklären, dass 24 Stunden vor unserem Spiel in Zagreb Bayern München bei Real Madrid spielen muss. Das kann ich keinem erklären und das hat es in anderen Sportarten nie gegeben und das müssen wir im Basketball auch ändern", meinte Weiss. Den Ball sieht der 62-Jährige im Feld der EuroLeague liegen.
Hierin besteht die Hoffnung, da CEO Paulius Motiejunas inzwischen vom Spanier Chus Bueno abgelöst wurde. "Die EuroLeague kann den Spielplan auch entzerren, wenn sie das will. (…) Ich bin frohen Mutes, dass er mit den Klubs irgendwann zur Vernunft kommt." Weiss merkte zudem an, dass auch andere Länder sich beschweren und die gleichen Probleme haben würden.
Wegen der zahlreichen Absenzen strauchelten bereits einige Favoriten. Griechenland verlor gegen Montenegro, die Serben waren gegen die Türkei chancenlos und Frankreich unterlag unter anderem in Finnland, bevor man sich am Freitag in Ungarn mit Müh und Not durchsetzte.
Deutschland gewann nun trotz "bis zu 20 Ausfällen" (cc Alex Mumbru) zumindest ein Spiel gegen Kroatien und belegt in der Gruppe E Rang zwei. Nach der ersten Gruppenphase folgt die Fusion mit der Staffel F, in der Polen, die Niederlande, Lettland und Österreich beheimatet sind. Die besten drei Teams dieser Sechsergruppe qualifizieren sich dann für die WM 2027 in Katar.
rar