vor 1 Stunden
Dreimaliger MVP von eigenen Anhängern enttäuscht
Nikola Jokic rückt nicht von seiner Kritik an den eigenen Fans ab. Nach der deutlichen Heimniederlage der Denver Nuggets gegen die Golden State Warriors äußerte sich der dreimalige MVP erneut zu den Buhrufen beim Heimauftakt - und wählte dabei klare Worte.

Nach dem 114:134 gegen Golden State in der Nacht auf Dienstag wurde Jokic auf seine Aussagen vom Wochenende angesprochen, als er klarstellte, dass die buhenden Fans vom Heimauftakt "nicht mehr willkommen" seien. Einen Rückzieher machte der Serbe nicht. "Ich habe gesagt, was ich gesagt habe", betonte er und fügte hinzu: "Und ich bleibe bei dem, was ich gesagt habe."
Zur Begründung verwies Jokic auf frühere Erfahrungen. "Ich habe in viel schlechteren Umgebungen gespielt, vor zehn Leuten, 50 Leuten, 100 Leuten", sagte er. "Und ich bin es nicht gewohnt, dass die Fans ihr eigenes Team ausbuhen." Auf die Nachfrage, ob es so etwas in Europa nicht gebe, antwortete er: "Das habe ich noch nie gehört. Ich meine, wahrscheinlich schon, aber ich glaube, das sind nicht die echten Fans."
Auslöser der Debatte war das erste Heimspiel der Saison gegen die New Orleans Pelicans am Samstag. Die Nuggets lagen in der ersten Halbzeit mit bis zu 23 Punkten zurück, Teile des Publikums quittierten das mit Buhrufen. Denver kämpfte sich zurück und gewann nach Verlängerung mit 141:135. Anschließend sagte Jokic: "Wir wurden bei unserem ersten Heimspiel ausgebuht, und ich finde, die Fans, die uns ausgebuht haben, müssen nicht mehr kommen." Und weiter: "Wenn es nach mir geht, sind sie nicht mehr willkommen."
Sportlich ist der Start in Denver holprig. Zum Auftakt hatten die Nuggets bei den Oklahoma City Thunder mit 84:96 verloren, gegen die Warriors folgte nun die zweite Niederlage. Golden State überragte mit Rookie Yaxel Lendeborg, der 31 Punkte und zwölf Rebounds auflegte. Stephen Curry traf alle acht Würfe aus dem Feld und kam auf 24 Punkte. Jokic selbst erzielte 19 Punkte, sieben Rebounds und elf Assists.
jos