21.02.2025
Tiefe Venenthrombose beim Franzosen diagnostiziert
Victor Wembanyama wird wegen Blutgerinnsel in der Schulter den Rest der Saison ausfallen. Es ist etwas, was ernst zu nehmen ist. Ein früherer All-Star musste deswegen sogar seine Karriere beenden.

In der jüngeren Vergangenheit gab es schon einige Fälle von tiefer Venenthrombose, wie die Diagnose von Wembanyama lautet. Im vergangenen Jahr mussten Ausar Thompson (Detroit Pistons) und Christian Koloko (damals Toronto Raptors) wegen der gleichen Sache lange pausieren, im Fall von Koloko soll sogar die Karriere am seidenen Faden gehangen haben. Der Center durfte nach neun Monaten Pause wieder spielen.
Blutgerinnsel sind bei NBA-Spielern nichts Ungewöhnliches, da sie deutlich anfälliger dafür sind. Das gilt vor allem für große Menschen und Vielflieger, beides trifft auf fast alle NBA-Spieler zu. Meistens kann dies entsprechend behandelt werden, doch es gibt auch eine bekannte Ausnahme.
Hall of Famer Chris Bosh musste wegen solcher Blutgerinnsel seine Karriere beenden, bei ihm kam 2016 hinzu, dass auch die Lunge betroffen war. Ein solches Gerinnsel kann die Arterien beeinflussen und somit den Blutkreislauf stören, was lebensbedrohlich sein kann. Bei Wembanyama befindet sich das Blutgerinnsel in der Schulter und wurde früh festgestellt, sodass durch diverse Blutverdünner behandelt werden kann.

Bosh gab sogar noch einmal sein Comeback, doch nach kurzer Zeit wurde diesmal im Bein ein weiteres Gerinnsel festgestellt. Die Karriere von Wembanyama wäre also nur gefährdet, wenn sich die Fälle von Thrombose mehrfach wiederholen würden. Denn: Die ständige Einnahme von Blutverdünnern, während man einen Kontaktsport betreibt, ist sehr gefährlich, da das Risiko von starken Blutungen besteht.
Thrombose in der Schulter hatte vor einigen Jahren auch Brandon Ingram, der die Diagnose im März 2019 erhielt und zum Saisonstart wieder mit von der Partie war. Sollte bei Wembanyama alles gut gehen, wäre dies ein gutes Beispiel.
Robert Arndt