vor 18 Stunden
Rührende Geste von Münchner Spielern
Knapp ein halbes Jahr liegt die Freistellung von Gordon Herbert als Trainer der Münchner Basketballer inzwischen zurück. In einem LinkedIn-Post meldete sich der Weltmeister-Trainer nun ausführlich zu Wort und berichtete von der emotionalen Trennung.

Dabei blickte der Kanadier auf seine damals schwerwiegende gesundheitliche Situation zurück, die er auch bereits im Interview mit basketball-world.news öffentlich gemacht hatte. Herbert fehlte wegen einer Herzmuskelentzündung über mehrere Wochen, während seine Spieler eine lange Niederlagenserie in der EuroLeague hinnehmen mussten.
"Ich wollte schnell zurückkommen. Aber wahrscheinlich kam ich etwas zu früh zurück. Wir haben vier Auswärtsspiele in Folge verloren. Dann wurde ich entlassen."
Nachdem er seinen Spielern von der Vereinsentscheidung berichtet habe, hätten mehrere Akteure sein Hotelzimmer aufgesucht, um ihm in dieser Phase beizustehen: "Ungefähr 20 Minuten, nachdem ich die Spieler davon in Kenntnis gesetzt habe, klopfte es an meiner Tür. Acht Spieler standen da. Sie kamen herein und blieben für etwa 20 Minuten. Wir haben geredet. Sie haben gesehen, was ich durchgemacht hatte. Sie haben gesehen, wie ich krank war. Ich konnte ihre Empathie spüren, ihren Respekt und, dass sie sich gesorgt haben."

Nachdem die Spieler Herberts Hotelzimmer verlassen hatten, wurde er emotional: "Ich bin zusammengebrochen und habe geweint. Dieser Moment hat mir mehr bedeutet, als irgendeinen Pokal zu gewinnen."
Zwar nannte der ehemalige Erfolgstrainer der deutschen Nationalmannschaft keine Namen, dennoch stellte er klar, zwischen seinen Schützlingen zu differenzieren: "Über die Jahre habe ich gelernt, dass es Spieler gibt, die sich kümmern - und es gibt Spieler, die Beifahrer sind. Diese acht Spieler haben sich gekümmert. Dasselbe habe ich mit den Spielern der deutschen Nationalmannschaft gefühlt."
jos