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Dritte Pleite im dritten Spiel
Real Madrid steckt nach drei Spieltagen schon tief in der EuroLeague-Krise. Nach dem historisch schlechten Start stellt sich Trainer Pedro Martinez vor seine Mannschaft und fordert trotz der großen Erwartungen Zeit für das neue Projekt.

Die Königlichen verloren am Donnerstag mit 98:102 gegen Hapoel Tel Aviv und stehen damit bei drei Niederlagen aus den ersten drei EuroLeague-Spielen. Einen so schlechten Start in Europas wichtigsten Klubwettbewerb hatte Real vorher noch nie erlebt.
Besonders die erste Hälfte machte Martinez große Sorgen. Real Madrid kassierte bis zur Pause 63 Punkte und lag zwischenzeitlich mit 22 Zählern hinten. Sein Team habe schlecht verteidigt und dadurch auch offensiv ohne Tempo, Bewegung und schnellen Ballfluss agiert, erklärte der 65-Jährige. "Wir waren in der ersten Hälfte sehr schlecht", räumte er ein.
Nach der Pause zeigte Real ein anderes Gesicht. Die Spanier entschieden das dritte Viertel mit 32:12 für sich und gingen nach der Aufholjagd sogar kurzzeitig in Führung. In der entscheidenden Phase konnte Madrid das Niveau aber nicht halten.
"In diesem Moment mussten wir rotieren, und die Rotationen funktionierten nicht", erklärte Martinez. Hapoel habe die Schlussphase intelligenter gespielt, Fouls gezogen und deshalb den Sieg verdient. Elijah Bryant führte die Israelis mit 22 Punkten, 13 Rebounds und sieben Assists an.
Martinez möchte den Fokus trotz der Negativserie nicht auf einzelne Spieler richten. "Wir dürfen keine Ausreden und keine Schuldigen suchen", stellte der frühere Valencia-Coach klar. Die Mannschaft müsse in guten wie in schlechten Phasen zusammenhalten und sich im täglichen Training verbessern.
Der neue Real-Trainer warnte auch davor, die aktuelle Mannschaft ständig mit früheren Teams zu vergleichen. In Madrid herrsche eine neue Realität, an die sich alle Beteiligten erst gewöhnen müssten. "Wir brauchen Zeit, um es besser zu machen", betonte Martinez.
kon