vor 4 Stunden
Anführer findet die richtigen Worte
Beim schlussendlich souveränen 92:86-Sieg des DBB-Teams in der WM-Qualifikation über Israel hat Dennis Schröder seinen neuen Nationalmannschaftskollegen in der Halbzeit eine Ansage gemacht.

Im lettischen Riga stand ein neu formiertes DBB-Team auf dem Parkett, das (mit Ausnahme von Dennis Schröder) auf alle NBA-Spieler sowie auf alle Spieler des FC Bayern (außer Ex-Münchner Leon Kratzer) verzichten musste. Dazu waren mit Sananda Fru, Simonas Lukosius und Michael Rataj gleich drei Neulinge dabei, die noch kein A-Nationalspiel absolviert hatten.
Entsprechend wenig Spielpraxis hatten die einzelnen Spieler miteinander und vor allem schien bei den jungen Spielern die Frage aufzukommen, wie viel über den Kapitän laufen solle. "Die jungen Spieler sind committed und haben Bock. Sie waren ein bisschen am Zweifeln, ob sie immer mich finden müssen", erklärte Schröder nach dem Spiel bei MagentaSport.
Daraufhin machte er ihnen eine kleine Ansage, die offenbar auch gefruchtet hat. "Hört mal zu, ihr seid keine Roboter. Spielt euer Spiel und seid aggressiv", zitierte Schröder seine Worte. "Das haben sie dann getan. So wurde das Spiel dann geöffnet. Das hat mir extrem gefallen. Für das erste Spiel war es sehr stark", führte er aus.
Auch Head Coach Alex Mumbru war mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden - bis auf die letzten fünf Minuten, die dem Team fast den Sieg gekostet hätten. "Wir haben die ersten 35 Minuten sehr gut gespielt. Danach haben wir ohne Gas gespielt und hatten Probleme mit den Turnovers. Wir haben sie rankommen lassen. Trotzdem haben wir das Spiel kontrolliert und über die gesamte Dauer gut gespielt", erklärte er.
Deutschland führte früh in der Partie zweistellig und lag zwischenzeitlich mit 23 Punkten in Front. Am Ende machte Israel das Spiel jedoch noch mal spannend, das DBB-Team brachte den Sieg aber über die Zeit. "Wir müssen besser bereit für die vollen 40 Minuten sein. Da wir nur 2 Tage zusammen hatten, ist das normal. Das müssen wir aber trotzdem besser machen", mahnte Mumbru.
Dass sie das können, können die deutschen Herren bereits am Montag unter Beweis stellen: Um 19 Uhr (live bei MagentaSport) empfängt Deutschland Zypern in Bamberg zum nächsten Spiel in der WM-Quali.
gfr