vor 14 Stunden
Letzter Titel 2022
Golden State war ohne Zweifel das Team der 2010er, nach dem letzten Titel 2022 konnte man aber nicht an die vorherigen Erfolge anknüpfen. Stephen Curry weiß, dass vor allem bei der Kaderplanung nicht alles funktioniert hat. Jetzt äußert sich der Superstar mit deutlichen Worten.

Die Golden State Warriors waren über Jahre das Maß aller Dinge in der NBA. Doch seit dem letzten Meistertitel 2022 läuft es nicht mehr ganz rund. Vor allem die Kaderplanung steht immer wieder in der Kritik. Superstar Stephen Curry ist sich der verpassten Chancen durchaus bewusst und findet jetzt deutliche Worte.
"Ich bin kein Idiot", stellte der 38-Jährige im Gespräch mit NBC Sports Bay Area klar, als er auf die Kritik an den Personalentscheidungen der Warriors angesprochen wurde. "Ich weiß, was es bedeutet. Nach 2022 hatten wir Möglichkeiten, uns zu verbessern und neue Talente zu holen. Manche Dinge haben funktioniert, andere nicht."
Tatsächlich haben die Golden State Warriors schwierige Jahre hinter sich. Nachdem sie die NBA in den 2010er-Jahren mit drei Meisterschaften innerhalb von vier Jahren (2015, 2017 und 2018) dominiert hatten, gelang ihnen 2022 noch einmal der Titelgewinn. Seitdem blieben größere Erfolge jedoch aus. 2023 erreichten die Warriors immerhin noch die zweite Playoff-Runde. In den vergangenen drei Spielzeiten scheiterten sie dagegen zweimal bereits im Play-In-Turnier (2024 und 2026). Lediglich 2025 gelang noch einmal der Einzug ins Conference-Halbfinale.
Curry äußerte sich zu den Problemen der Warriors in letzter Zeit: "Wir wussten, dass wir nicht einer der Favoriten auf den Titel sein würden. In der Liga gibt es viele großartige Teams". Auch zur letzten Saison wurde Curry konkret. "Ich habe über 40 Spiele verpasst. Verfügbarkeit war das größte Thema und wird trotzdem ein Spiel von einem Playoff-Run entfernt".
Bereits vor Saisonbeginn haben die Warriors aber wieder bereits mit alten Problemen zu kämpfen. Der Zeitpunkt einer Rückkehr von Kristaps Porzingis ist immer noch unklar, Jimmy Butler und Moses Moody werden aufgrund von Knieverletzungen einen Großteil der regulären Saison in der Reha verbringen. Für positive Neuigkeiten sorgte die Vertragsverlängerung mit Brandin Podziemski über fünf Jahre und 110 Millionen Dollar.
Curry unterdessen lässt sich nicht von Nebengeräuschen irritieren. Er machte klar: "Ich will gewinnen. All die anderen Meinungen beeinflussen mich nicht darin, wie ich unsere Saisons bewerte". Das letzte Wort auf der Jagd nach einem weiteren Titel sei außerdem noch nicht gesprochen, so der 38-Jährige.
In der Preseason absolvierten die Warriors bisher vier Spiele. Dabei gab es zwei Siege und zwei Niederlagen. Zwei weitere Vorbereitungsspiele stehen noch auf dem Programm. Danach steht am 22. Oktober das erste Spiel der neuen NBA-Saison bei den Los Angeles Lakers an. Der weitere Saisonauftakt hat es durchaus in sich: aus den ersten fünf Spielen stehen vier Auswärtsreisen an, darunter zu den Denver Nuggets und Minnesota Timberwolves.
jsc