04.05.2025
Ex-MVP mit Denver in den Conference Semifinals
Russell Westbrook hatte in Spiel 7 einen großen Anteil daran, dass die Denver Nuggets in die nächste Runde einzogen. Der frühere MVP blühte gegen sein Ex-Team auf und fand deutliche Worte.

Es war für Westbrook kein normales Spiel, das wurde im vierten Viertel noch einmal mehr als deutlich. Beim Stand von 105:76 und nur noch sieben Minuten auf der Uhr fing der Guard einen Pass ab und dunkte unbedrängt im Gegenzug. Dabei blieb er eine Weile am Ring hängen, was ein automatisches technisches Foul nach sich zog.
Westbrook war es egal, er ließ seinen Emotionen freien Lauf und brüllte in Richtung der Fans. Erst im vergangenen Sommer hatten die Clippers Westbrook abgegeben, unter anderem, um Kris Dunn nach L.A. zu lotsen, der in Spiel 7 überhaupt keine Rolle spielte. "Sie haben den falschen Spieler genommen, oder?", fragte Westbrook rhetorisch auf dem Weg in die Kabine, als der Einzug in die Conference Semifinals feststand.
Mit 16 Punkten, fünf Rebounds, fünf Assists und fünf Steals in 27 Minuten hatte Westbrook dagegen einen großen Anteil am Weiterkommen seiner Mannschaft, vergessen die immer wieder aufkommende Kritik an seiner Person während der Saison. Der Ex-MVP ist eben nicht für jedermann, sein Spiel unberechenbar - positiv wie negativ.
Und das weiß auch Westbrook. "Auf dem Feld bin ich eine Naturgewalt und darauf bin ich stolz, auch wenn es nicht immer gut aussieht. Es kann ein Turnover oder ein Fehlwurf sein, aber vielleicht mache ich einen Steal oder einen Dunk. Ich könnte einen Dreier vergeben oder treffen. All das ist bei mir immer möglich."
Die Nuggets leben damit, oft ist es Westbrook, der das Spiel übernimmt, wenn MVP Nikola Jokic seine Pausen bekommt. Mit dem früheren All-NBA-Spieler passiert immer etwas, dieses Chaos-Element brauchen die Nuggets, mal mehr, mal weniger.

In der Serie gegen die Clippers zahlte es sich aus. In der Serie legte Westbrook 13,8 Punkte, 4,8 Rebounds sowie 1,3 Steals im Schnitt auf, dazu verwandelte der Guard starke 41,9 Prozent seiner Dreier. Emotional dürfte es für den Sixth Man auch in den kommenden Wochen werden, wenn die Nuggets in den Conference Semifinals auf die Oklahoma City Thunder treffen.
Dort verbrachte der 36-Jährige seine ersten elf Jahre in der NBA, wurde dort zum MVP (2017) und erreichte 2012 an der Seite von Kevin Durant die NBA Finals. "Das ist wie Heimat für mich", sagte Westbrook mit Blick auf die Serie. "Ich habe diese Leute dort alle in mein Herz geschlossen." Los geht es in der Nacht auf Dienstag, wenn die Nuggets für Spiel 1 in OKC zu Gast sind.
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