vor 5 Stunden
Nächste NCAA-Niederlage vor Gericht
Die Rückschläge für die NCAA in den Rechtsstreitigkeiten mit seinen Spielern nehmen kein Ende. Nun hat ein Gericht in Louisiana einen weiteren Präzedenzfall geschaffen und einem Spieler die Rückkehr aus der NBA ermöglicht.

RJ Luis Jr. hatte das College im Sommer 2025 verlassen, um sich für den NBA-Draft anzumelden. Eine Auswahl unter den besten 60 des Jahrgangs war ihm zwar nicht gegönnt, dafür allerdings anschließende Two-Way-Verträge mit den Utah Jazz und den Boston Celtics (wenngleich er verletzungsbedingt nie ein Spiel absolvieren würde).
Angesichts seiner Entlassung spielte Luis Jr. mit dem Gedanken, doch ans College zurückzukehren - NCAA-Statuten gestatteten das bis zuletzt allerdings nicht. In einem Rechtsstreit um seine 'Eligibility' gab ein Gericht aus Louisiana nun jedoch dem Spieler recht.
"Nach Auffassung des Gerichts hat Luis Jr. nicht tatsächlich professionellen Basketball gespielt", erklärte der zuständige Richter und verwies auch darauf, dass der Spieler vor seinem Abgang vom College nicht ordnungsgemäß über seine Möglichkeiten aufgeklärt worden war.
Luis Juniors Anwälte hatten zuvor mit einer Ungleichbehandlung amerikanischer Spieler argumentiert. Während internationale Talente von Proficlubs aufgenommen würden, gälten gleiche Maßstäbe nicht auch für US-Spieler, die ihre Colleges verlassen haben.
Spieleranwalt Tony Clayton erklärte nach der Urteilsverkündung: "Das ist ein Präzedenzfall. Es ist von historischer Bedeutung. Dadurch kann er trainieren und spielen gehen, und wir lassen den Rechtsweg seinen Lauf nehmen." Luis Jr. selbst fiel nach dem Richterspruch seinem alten und neuen Coach Will Wade um den Hals. Der Forward wird an die renommierte Louisiana State University zurückkehren.
jos