vor 5 Stunden
Harden und Cavs schreiben Negativgeschichte
Die Cleveland Cavaliers kämpfen in den NBA-Playoffs zunehmend mit sich selbst. Nach der Auftaktniederlage gegen die Detroit Pistons stellte Cleveland einen historischen Negativrekord bei Turnovern auf. Besonders James Harden steht dabei im Fokus.

Die Cleveland Cavaliers erleben bislang paradoxe NBA-Playoffs. Einerseits zählt das Team weiterhin zu den besten Mannschaften der Liga, andererseits sabotiert sich Cleveland aktuell regelmäßig selbst. Nach der 101:111-Niederlage in Spiel eins der Eastern-Conference-Halbfinalserie gegen die Detroit Pistons haben die Cavaliers nun sogar einen historischen Negativrekord aufgestellt.
Durch die 19 Ballverluste gegen Detroit kommt Cleveland inzwischen auf insgesamt 141 Turnover in den ersten acht Playoff-Spielen dieser Postseason. Kein NBA-Team seit Einführung der detaillierten Play-by-Play-Erfassung 1996 leistete sich in diesem Zeitraum mehr Ballverluste. Im Schnitt produziert Cleveland damit erschreckende 17,6 Turnover pro Partie.
Vor allem James Harden gerät immer mehr in die Kritik. Der Star-Guard kommt allein in diesen Playoffs bereits auf 43 Ballverluste. Gegen Detroit leistete er sich erneut sieben Turnover und war damit daran beteiligt, dass Cleveland eine Aufholjagd im Schlussviertel nicht vollenden konnte.
Dabei zeigen die Cavaliers offensiv eigentlich immer wieder ihr enormes Potenzial. Mit Donovan Mitchell, Harden und einem tief besetzten Kader besitzt Cleveland genügend Qualität für einen langen Playoff-Run. Doch solange die Ballverluste nicht deutlich reduziert werden, droht der Traum vom Titel früh zu platzen.
Besonders gegen die aggressiv verteidigenden Pistons wurden die Schwächen schonungslos offengelegt. Detroit verwandelte die 20 Cleveland-Turnover in satte 31 Punkte.
kon