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    NBA

    vor 5 Stunden

    Front Office leistet starke Arbeit

    Historisch gute Quoten: Der Knicks-Glücksgriff mit Shamet

    Landry Shamet ist einer der überraschenden Stützen der New York Knicks in diesen Playoffs. Der Shooting Guard wirft historische Quoten und steht sinnbildlich für den durchdachten Kader der Knicks in den vergangenen Jahren.

    Landry Shamet trifft in den Playoffs mehr als 50 Prozent seiner Dreier.
    Landry Shamet trifft in den Playoffs mehr als 50 Prozent seiner Dreier. Brad Penner

    Satte 33 Minuten stand Landry Shamet in Spiel 1 der NBA Finals auf dem Feld, nur fünfmal waren es in der Regular Season mehr Minuten für den kleinen Guard, der in acht NBA-Jahren bereits für sechs verschiedene Teams auflief. Dabei gelangen dem 29-Jährigen 13 Punkte und er verwandelte gute drei von sechs Dreiern.

    Gut? Für Shamet in diesen Playoffs die Norm, denn seine Quote verschlechterte sich so auf 58,5 Prozent aus der Distanz - ein Wert, der astronomisch gut ist. Überhaupt trafen in der Playoff-Geschichte nur vier Spieler besser bei mindestens 40 Versuchen in einer einzigen Postseason.

    Beste Dreierquoten in einer Postseason (min. 40 Versuche)

    SpielerTeamDreier3P%Jahr
    Derek FisherLakers29/4761,72003
    Khris MiddletonBucks25/4161,02018
    Stephen JacksonSpurs26/4360,52012
    Jeff HornacekJazz34/5858,61996
    Landry ShametKnicks24/4158,52026

    Shamet fast perfekt in den Conference Finals

    Dabei war Shamet zu Beginn der Postseason gar nicht einmal sicher in der Rotation, erst die Verletzung von O.G. Anunoby in der Sixers-Serie bescherte dem 29-Jährigen unerwartete Minuten, die er sofort für sich nutzen konnte. In den Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers vergab Shamet nur einen einzigen Dreier (11/12) und war einer der wichtigsten Spieler beim Comeback in Spiel 1, als die Knicks einen 20-Punkte-Rückstand wett machten

    "Er hat große Würfe für uns getroffen und defensiv sich voll rein gehangen", lobte Josh Hart im Roommates Podcast. "Er hat Donovan Mitchell verteidigt, viel Druck ausgeübt und hatte auch die Kraft, diese Dreier zu verwandeln." Dinge, die man bei Shamet in seiner Karriere selten sah.

    In der Theorie war der 26. Pick von 2018 als guter Schütze bekannt, nur verrieten die Quoten das zu selten. Mehrere Contender versuchten es mit Shamet - die Sixers, die Clippers, die Nets, die Suns -, doch wirklich zünden wollte er nie. Bei keinem der Teams traf er mehr als 38 Prozent von draußen, hinzu kam seine mangelnde Größe und die entsprechende Anfälligkeit in der Verteidigung.

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    Shamet: Der Glücksgriff der Knicks

    Die Knicks gaben Shamet 2024 nach einem anonymen Jahr in Washington dennoch eine neue Chance, händigten einen Minimalvertrag aus. In der Vorbereitung verletzte sich Shamet jedoch an der Schulter, die Knicks entließen den Guard, der keine Garantien hatte. Aber: New York sicherte sich seine Rechte erneut über den G-League-Draft, warteten, bis er seine Verletzung auskurierte und gaben dann einen neuen Vertrag.

    Shamet war in den folgenden gut eineinhalb Jahren stets am Rande der Rotation, so wirklich fest spielte er sich aber erst in den vergangenen Wochen. Er ist der einzige echte Schütze, der aus der Bewegung direkt abdrücken kann. In einem Team mit vielen langen Flügelverteidigern können seine Schwächen besser ausgemerzt werden.

    "Ich mache hier nur meine Arbeit", gab sich Shamet nach Spiel 1 zurückhaltend. "Wenn ich gebraucht werde, will ich bereit sein. Ich denke nicht an die Vergangenheit, nur an Spiel 2. Zum Reflektieren bliebt mir schließlich nach der Saison genug Zeit."

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    Robert Arndt