12.04.2026
Playoff-Rennen und Abstiegskampf im Fokus
Im Tabellenkeller und im Rennen um die Postseason ging es am frühen BBL-Sonntag um viel - und beide Spiele kippten nach starken Phasen deutlich. Heidelberg hielt seine kleine Hoffnung am Leben, während Bonn nach schwachem Start den Schalter umlegte und Braunschweig klar in die Schranken wies.

Die Telekom Baskets Bonn haben die Basketball Löwen Braunschweig nach einem schwachen Auftakt noch mit 96:85 geschlagen. Dabei starteten die Gäste stark und führten nach einem überzeugenden ersten Viertel 30:20, ehe Bonn im zweiten Abschnitt komplett das Kommando übernahm. Joel Aminu ragte mit 25 Punkten heraus, Jeff Garrett Jr. kam auf 21 Zähler und sechs Rebounds, während Alijah Comithier weitere 16 Punkte beisteuerte.
Der Knackpunkt war das zweite Viertel, das Bonn mit 29:11 gewann und damit das Spiel drehte. Vor allem am offensiven Brett dominierten die Gastgeber, sammelten insgesamt 19 Offensivrebounds und erarbeiteten sich dadurch deutlich mehr Abschlüsse als Braunschweig. Nach einem 16:1-Lauf verkürzten die Löwen im vierten Viertel zwar noch einmal, nachdem sie zwischenzeitlich deutlich zurücklagen, doch ein Dreier von Garrett stoppte den Lauf. So blieb vom starken Start der Niedersachsen am Ende zu wenig übrig, während Bonn im Rennen um die Postseason einen wichtigen Sieg einfuhr.
Die MLP Academics Heidelberg haben sich bei den SKYLINERS mit 93:73 durchgesetzt und damit im Abstiegskampf ein dringend benötigtes Lebenszeichen gesendet. Nach der klaren Pleite gegen Rostock zeigte das Team von Carlo Finetti diesmal eine deutlich stabilere Vorstellung und setzte sich vor allem im zweiten Viertel entscheidend ab. Ryan Mikesell führte Heidelberg mit 24 Punkten, sieben Rebounds und fünf Assists an, dazu lieferten Michael Weathers 16 Punkte und acht Assists sowie Mateo Seric zwölf Zähler.
Frankfurt fand offensiv dagegen viel zu selten in einen konstanten Rhythmus. Isaiah Swope kam zwar auf 14 Punkte, brauchte dafür aber 17 Würfe, insgesamt trafen die Hessen nur 35,3 Prozent aus dem Feld und leisteten sich 17 Ballverluste. Heidelberg überzeugte dagegen mit 54,5 Prozent Trefferquote, 28 Assists und deutlich mehr Kontrolle im Spiel. Für die Academics war es ein Sieg, der die letzten Hoffnungen am Leben hält, während Frankfurt im Kampf um Klassenerhalt und Play-Ins einen schmerzhaften Rückschlag kassierte.
red