20.08.2025
Teures Auslaufmodell ohne Nachfrage
Die Miami Heat suchen dringend nach Verstärkung im Frontcourt, doch ihr wichtigster "Trade-Chip" entwickelt sich immer mehr zum Ladenhüter.

Wie Sports Illustrated-Reporter Ethan Skolnick berichtet, versucht Miami seit Wochen, Point Guard Terry Rozier und dessen auslaufenden Vertrag aktiv anzubieten. Bislang ohne jedes Interesse von anderen Teams.
Rozier geht in das letzte Vertragsjahr seines rund 25 Mio. Dollar schweren Deals, den Charlotte ihm 2021 gegeben hatte und den Miami im Vorjahr übernahm. Die Heat hofften darauf, seinen Vertrag in einen brauchbaren Big Man oder zumindest in Frontcourt-Tiefe zu verwandeln.
Doch laut Skolnick schreckt die Konkurrenz vor allem der massive Leistungsabfall des Guards ab: "Andere Teams haben denselben dramatischen Absturz gesehen, inklusive zu viel Dribbling und schlechten Würfen." 2024/25 legte Rozier in 64 Spielen lediglich 10,6 Punkte, 3,7 Rebounds und 2,6 Assists auf. Seine schwächsten Zahlen seit Rookiezeiten.
Miami hat derzeit nur etwa 1,7 Mio. Dollar Luft bis zur Luxussteuergrenze und rund 7 Mio. Dollar bis zur ersten Gehalts-"Apron". Damit wäre selbst ein Minimum-Neuzugang frühestens im Dezember realistisch, sofern man unterhalb des Aprons bleiben möchte.
Ergebnis: Auf den Flügeln ist man tief besetzt, doch auf den großen Positionen und am Point Guard wird es gefährlich dünn.
Um Zeit zu überbrücken, sollen bereits Probetrainings mit Kai Jones, Trey Lyles und weiteren Free Agents stattgefunden haben. Eine "schnelle Lösung" erhofft sich Pat Riley dennoch von einem Trade. Am wahrscheinlichsten bleibt weiterhin, dass Rozier via "waive-and-stretch" entlassen wird, sobald klar ist, dass sich kein Abnehmer mehr findet.
kon