30.04.2025
Banchero kassierte drei Fouls in unter zwei Minuten
Mit einem 120:89 in Spiel 5 schickt Titelverteidiger Boston die Orlando Magic in die Sommerpause. Während Jayson Tatum und Jaylen Brown den verdienten Erfolg einordnen, spricht Franz Wagner offen über Frust und Entwicklungspotenzial bei den Magic.

Zum zweiten Mal in Folge endet die Saison der Orlando Magic in Runde eins - und wie schon so oft, waren es wieder die eigenen Schwächen, die sie ins Aus führten. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit in Spiel 5 brach Orlando im dritten Viertel komplett ein und musste sich am Ende mit 89:120 geschlagen geben.
Franz Wagner, der mit 25 Punkten Topscorer seines Teams war, suchte nach dem Aus nicht nach Ausreden: "Es ist frustrierend, keine Frage. Wenn man auf das Statistikblatt schaut, ist es ziemlich offensichtlich: Unser Wurf fällt nicht, und das muss sich ändern." Die Magic trafen in Spiel 5 nur acht ihrer 38 Dreier, zwischenzeitlich gingen sogar 19 Dreier in Folge daneben - eine Schwäche, die sich durch die ganze Saison zog.
Wendepunkt der Partie war einmal mehr das dritte Viertel. Paolo Banchero kassierte drei schnelle Fouls in weniger als zwei Minuten, stand bei fünf und musste bei einem Spielstand von 53:53 mit noch 9:46 Minuten im dritten Viertel auf die Bank. "Ich habe in meiner Karriere noch nie so schnell drei Fouls bekommen", sagte der 22-Jährige sichtlich genervt. Celtics-Coach Jamahl Mosley sprach von einem Bruch: "Das hat das Spiel, die Serie, gekippt."

Boston fand in dieser Phase erstmals seinen Rhythmus von der Dreierlinie und zog mit einem 30:9-Lauf davon. Das dritte Viertel endete 36:13 für die Celtics. "Sie haben das Spiel da klar gemacht", erklärte Banchero später. "Wenn ich in der Partie bleibe, passiert das nicht. Wir waren eigentlich gut drin - aber es sollte wohl einfach nicht sein."
Während Orlando strauchelte, drehte Boston auf. Jayson Tatum (35 Punkte, 10 Assists) und Jaylen Brown (23 Punkte) entschieden das Spiel mit dominanten Lauf im dritten Abschnitt. "Das war wahrscheinlich genau das, was wir gebraucht haben", sagte Tatum. "Ein harter erster Test. Wir mussten körperlich spielen, Wege finden, Spiele zu gewinnen - auch ohne unser normales Offensivspiel."
Trotz des deutlichen Resultats wollten die Celtics auch den Stil des Gegners anerkennen. "Sie sind physisch, sie sind tough", meinte Brown. Celtics-Coach Joe Mazzulla ergänzte: "Sie mussten mit unserer Physis umgehen - und wir mit ihrer. Diese Serie war geprägt von Intensität."
Auch Franz Wagner fand nach der Niederlage klare Worte: "Es ist nicht alles schlecht gewesen, aber wir müssen einfach konstant besser werden. Wir wissen, dass wir mehr können." Er versprach: "Wir werden mit der richtigen Mentalität zurückkommen."
sgm