01.03.2026
Keine Punkte in den letzten 3:30 Minuten des vierten Viertels
Kroatien fehlten gut drei Minuten, um den Welt- und Europameister Deutschland zweimal innerhalb von drei Tagen zu schlagen. Das sorgte für Frust, gleichzeitig aber auch für Stolz.

"Wir haben hier ein richtig gutes Spiel gemacht", meinte Guard Rodo Badzim, der Deutschland mit vier verwandelten Dreiern durchaus vor Probleme stellte. "Wir hätten den Sieg verdient, aber so ist Sport. Wir müssen das abhaken", meinte Ex-Bayern-Center Danko Brankovic.
Kroatien führte im dritten Viertel mit bis zu 15 Punkten in Bonn, 3:30 Minuten vor Schluss waren es sogar noch zehn Zähler Vorsprung, bevor der Welt- und Europameister mit einem 10:0-Lauf die Verlängerung erzwang. "Wir werden das bereuen, weil wir das Spiel kontrolliert haben", ärgerte sich auch Coach Tomislav Mijatovic.
Dass Deutschland viele Spieler fehlten, wollte der Trainer aber nicht überbewerten. "Das ist Team, welches Erfahrung und viele Siegertypen hat. Deswegen ziehe ich trotzdem den Hut vor meiner Mannschaft." Mit der Sirene im vierten Viertel hätte Mario Hezonja sogar fast noch für den Sieg gesorgt, doch sein Verzweiflungswurf von der Mittellinie tanzte auf dem Ring - und fiel wieder heraus.
Immerhin behielten die Kroaten den direkten Vergleich, was im Hinblick auf die Endabrechnung noch eine Rolle spielen könnte. "Am Ende waren wir platt und die Deutschen hatten mehr Energie als wir", meinte Badzim. "Wir haben hier kein schlechtes Spiel gemacht und mit Zypern und Israel warten noch zwei Gegner, wo wir uns etwas ausrechnen."
Kroatien ließ unter anderem 26 Punkte nach Offensiv-Rebounds zu, dazu blieben die Gäste in der Schlussphase über 6:30 Minuten ohne ein einziges Field Goal. Trotzdem bleiben die Kroaten Tabellenführer und haben somit eine gute Ausgangsposition für die kommenden Qualifikationsspiele. Alle Ergebnisse der ersten Runde werden mitgenommen, bevor die besten drei Teams der neu formierten Sechsergruppe sich für die WM 2027 in Katar qualifizieren.
rar