08.08.2024
DBB-Team verpasst Chance auf Gold
Nach 13 Pflichtspielsiegen in Folge endet die deutsche Euphorie im Olympia-Halbfinale. Gegen physische Franzosen war das DBB-Team auf beiden Seiten überfordert.

Noch in der Vorrunde fegten die deutschen Basketballer über Olympia-Gastgeber Frankreich hinweg, führten bereits zur Halbzeit mit 21 Punkten. Ein Blowout, der Frankreichs Trainer Vincent Collet unter anderem dazu veranlasste, die Parkettzeit von NBA-Star Rudy Gobert auf ein Minimum zu reduzieren.
"Sie haben gute Änderungen vorgenommen", erkannte auch Franz Wagner an, der mit nur zehn Punkten (4/10 FG) einen gebrauchten Tag erwischte. "Das ist kein Videospiel. Wir können nicht immer perfekt spielen", begründete er die knappe Niederlage.
"Die sind schwer zu stoppen", erkannte Wagner an, um sich gleichzeitig einzugestehen: "Aber das haben wir auch schon mal besser gemacht".
Angetrieben von frenetischen Pariser Publikum überzeugten die Franzosen vor allem in zwei Bereichen, die normalerweise das deutsche Spiel prägen: Physis und Aggressivität. "Das ist hier auch Momentum", sagt Wagner. "Wir spielen hier vor 20.000 Franzosen".
Auch Bundestrainer Gordon Herbert zollt den Anhängern von Les Bleus seinen Respekt. "Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Das Publikum hat eine große Rolle gespielt."
In weniger als zwei Tagen steht mit dem Spiel um Platz drei bereits der nächste und letzte Härtetest auf dem Programm. Umso wichtiger sich bald wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, findet Andreas Obst. "Morgen wird ein neuer Tag sein. Wir müssen schnell wieder den Fokus bekommen. Dann werden wir auch die Medaille gewinnen."
jos