vor 2 Stunden
Neues Basketball-Projekt in Tschechien
Slavia Prag und CEZ Basketball Nymburk bündeln ihre Kräfte. Der tschechische Rekordmeister und der Traditionsklub aus Prag wollen gemeinsam ein neues Basketball-Projekt aufbauen, das langfristig auf europäischer Bühne konkurrenzfähig sein soll.

Der tschechische Basketball bekommt ein neues Schwergewicht. Slavia Prag und CEZ Basketball Nymburk haben offiziell die Zusammenlegung ihrer sportlichen, organisatorischen und kommerziellen Aktivitäten bekanntgegeben.
Ziel der neuen Organisation ist es, einen dauerhaft wettbewerbsfähigen Klub zu formen, der national und auch international eine größere Rolle spielen kann. Gleichzeitig soll Prag wieder als wichtiger Standort für Spitzenbasketball etabliert werden.
Die beiden Vereine bringen unterschiedliche Stärken in das gemeinsame Projekt ein. Nymburk gilt seit Jahren als dominierende Kraft im tschechischen Basketball und verfügt über viel Erfahrung in europäischen Wettbewerben. Slavia bringt eine traditionsreiche Marke, einen attraktiven Standort in der Hauptstadt sowie wachsende Vermarktungs- und Fanstrukturen ein.
"Basketball hat bei Slavia eine tiefe Tradition. In den vergangenen Jahren haben wir die Grundlagen geschaffen und wussten, dass wir für den nächsten Schritt einen Partner mit nachgewiesener Basketball-Kompetenz benötigen", erklärte Slavia-Miteigentümer Marek Tesar.
Auch Nymburk sieht die Präsenz in Prag als strategischen Schritt für die Zukunft. "Wenn wir auf europäischer Ebene konkurrenzfähig bleiben, internationale Spieler anziehen und moderne Infrastruktur bieten wollen, ist eine dauerhafte Präsenz in Prag notwendig", sagte Klubbesitzer Jiri Podpera.
Die Fusion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der europäische Basketball möglicherweise strukturell verändern wird. In den vergangenen Monaten wurde immer wieder über neue Wettbewerbsmodelle und mögliche NBA-Europe-Initiativen diskutiert. "Der europäische Basketball tritt in eine neue Ära ein. Wir wollen, dass ein tschechischer Klub aktiv an dieser Entwicklung teilnimmt", betonte Tomas Petera, Mitinhaber von Nymburk.
Als General Manager der neuen Organisation übernimmt Ladislav Sokolovsky, der seit mehr als zwei Jahrzehnten eine prägende Figur im tschechischen Basketball ist und zuletzt als General Manager sowie Sportdirektor von Nymburk tätig war.
kon