22.01.2026
Drama hinter den Kulissen in L.A.
Die Los Angeles Lakers wurden inzwischen verkauft, doch die ehemalige Besitzerin Jeanie Buss dachte wohl wirklich über einen Trade von Superstar LeBron James nach.

In einem langen Stück von ESPN über den Verkauf der Lakers sowie dem Streit unter den sechs Geschwistern der Buss-Familie gibt es auch eine Passage, die sich um LeBron James handelt. Demnach war Governor Jeanie Buss mehr als verärgert über das "übergroße Ego" von James und den Einfluss, den er zusammen mit Klutch Sports, der Beraterfirma von Kumpel Rich Paul, nahm.
Demnach ärgerte es Buss, dass LeBron für seine Ankunft in L.A. im Jahr 2018 gefeiert wurde, gleichzeitig aber nicht die Lakers gelobt wurden, da diese James von einer Unterschrift überzeugen konnten. Allerdings: Laut ESPN soll LeBron schon über ein Jahr vor seinem Wechsel die Lakers informiert haben, dass er sich ihnen anschließen werde.
Ein weiterer Streitpunkt war der Trade für Russell Westbrook im Jahr 2021, den die Lakers durchführten, um James zu besänftigen. Dieser übernahm dann aber keinerlei Verantwortung dafür, als sich dieser Move als Rohrkrepierer herausstellte. Westbrook kam in L.A. nie an und wurde nach 1,5 Saisons wieder getradet.
Auch ein Trade von James stand angeblich 2022 im Raum, als Buss darüber nachgedacht haben soll, LeBron keinen weiteren Vertrag anzubieten. Als Trade-Partner standen wohl die L.A. Clippers bereit, letztlich unterzeichnete LeBron im Juli 2024 einen neuen Zweijahresvertrag über 104 Millionen Dollar, der dann auch plötzlich eine No-Trade-Klausel beinhaltete.
Im gleichen Jahr drafteten die Lakers schließlich auch LeBrons Sohn Bronny mit dem 55. Pick, auch hier ärgerte sich Buss, dass dies nicht genug von Seiten LeBrons gewürdigt wurde.

Die 64-Jährige nahm kurz nach Veröffentlichung des Features bei The Athletic Stellung und dementierte, dass die Beziehung zwischen LeBron und ihr so schlecht gewesen sei "Das stimmt so nicht. LeBron hat für die Lakers fantastische Dinge getan und es ist nicht richtig, dass er nun in die Geschichte über das Drama mit meiner Familie reingezogen wird. Dass wir ihn nicht wertgeschätzt haben, ist nicht wahr und ihm gegenüber komplett unfair."
Die Familie Buss hält nach dem Verkauf an Mark Walther weiterhin 17 Prozent der Anteile, sodass Jeanie immer noch als Governor der Lakers, also Vertreter bei NBA-Meetings, auftreten darf. 15 Prozent sind dafür notwendig, Buss wird diese Rolle noch die kommenden fünf Jahre ausfüllen.
rar