12.04.2025
BBL - 28. Spieltag
Die BG Göttingen ist nach der Niederlage im Niedersachsen-Derby in Braunschweig aus der BBL abgestiegen. Im Parallelspiel gewann Frankfurt gegen die Telekom Baskets Bonn. Im letztes Spiel des Abends bezwangen die Seawolves Vechta und bauten ihre Siegesserie aus.

Nach dem ersten von sieben möglichen Endspielen im Kampf um den Verbleib in der Basketball-Bundesliga ist der Abstieg der BG Göttingen bereits besiegelt. Im Niedersachsen-Derby bei den Löwen Braunschweig unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Mikko Riipinen mit 77:101 (45:49) und wird die Saison damit auf dem letzten Tabellenplatz beenden. Es ist für den Club der zweite Abstieg nach der Saison 2011/2012.
Göttingen war beim Play-off-Kandidaten im ersten Viertel schon klar in Rückstand geraten. Ferdinand Zylka erzielte per Korbleger das 22:11 für den Gastgeber, der auch im zweiten Abschnitt erst einmal effektiver agierte. Doch Göttingen gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich Punkt um Punkt zurück in die Partie. Knapp zwei Minuten vor der Pause brachte Jimmy Boeheim sein Team per Dunking sogar kurzzeitig in Führung (42:41).
Braunschweig sorgte nach dem Seitenwechsel jedoch für klare Verhältnisse. Die dritten zehn Minuten verbuchten die Löwen mit 29:14 für sich. Damit war das Duell vorentschieden. Im Schlussabschnitt fehlte es Göttingen schließlich an Mitteln und Möglichkeiten für ein erneutes Comeback. Bester Werfer aufseiten der "Veilchen" war Deion Hammond (17 Punkte), bei den Braunschweigern war es Sananda Fru (18), Arnas Velicka erzielte ein Double-Double (10, 11 Assists).

Die Skyliners Frankfurt haben mit einem 76:70-Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn den Klassenerhalt in der BBL auch rechnerisch gesichert. Grundlage für den Erfolg war ein bärenstarkes erstes Viertel (29:13), in dem die Hessen sowohl offensiv als auch defensiv dominieren konnten. Trotz einer Leistungssteigerung der Gäste in den folgenden Abschnitten hielt Frankfurt die Führung bis zum Ende.
Im zweiten und dritten Viertel kamen die Bonner besser in Schwung, verkürzten den Rückstand phasenweise auf wenige Punkte, konnten aber nie komplett ausgleichen. Immer wieder war es Frankfurts Spielmacher Jordan Theodore (22 Punkte), der in kritischen Phasen Verantwortung übernahm - mit einem wichtigen Dreier und sicheren Punkten von der Freiwurflinie. Bonn kämpfte sich zwar auf 63:65 heran, doch der letzte Punch fehlte.
Kurz vor Schluss wurde es nochmals spannend, als Phlandrous Fleming (19 Punkte) auf 70:71 stellte, doch Frankfurt behielt die Nerven. Domask verwandelte sicher von der Linie, Bonn verlor den Ball im folgenden Angriff, und die Skyliners brachten den Sieg über die Zeit. Während Frankfurt feiern darf, rückt für Bonn das Play-in-Ticket in gefährliche Ferne.

Die Rostock Seawolves liegen im Kampf um die Play-Ins-Plätze in der Basketball-Bundesliga weiter auf Erfolgskurs. Beim Mitkonkurrenten RASTA Vechta setzte sich das Team von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz nach einer starken Leistung im zweiten Viertel mit 84:68 (49:28) durch. Die Seawolves feierten damit den dritten Sieg in Serie und den 14. Erfolg im 26. Spiel. Vechta musste dagegen die fünfte Niederlage in Folge hinnehmen. Die meisten Punkte aufseiten der Gäste erzielte Bryce Hamilton (27).
Bis in die zweite Minute des zweiten Viertels sahen die Zuschauer das erwartet ausgeglichene Duell. Doch der Dreier von Joel Aminu zum 21:22 für Vechta sollte für lange Zeit der letzte Korberfolg für die Hausherren bleiben. Rostock dominierte fortan das Geschehen defensiv wie offensiv, zog nach einem 20:0-Lauf auf 42:21 davon und ging schließlich mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause.
Der Vorsprung schmolz im dritten Viertel allerdings kurzzeitig auf nur noch acht Punkte zusammen. Nach Wiederbeginn lief bei Rostock vor allem im Angriff kaum noch etwas zusammen. Vechta nutzte die Schwächephase und kämpfte sich auf 45:53 heran, bevor die Mecklenburger sich wieder absetzten. 3:30 Minuten vor dem Ende ebnete Hamilton mit einem Dreier zum 77:62 dann endgültig den Weg zum Sieg für sein Team.
kon, DPA