04.08.2025
Quickley-Vertrag bringt Ungleichgewicht
Die Vertragsverhandlungen mit Restricted Free Agents wie Josh Giddey oder Cam Thomas ziehen sich und laut ESPN-Insider Bobby Marks ist der Grund dafür klar.

Fünf Jahre, bis zu 162 Millionen Dollar. Mit diesem Deal sorgten die Toronto Raptors im Juli für Aufsehen. Was zunächst nach einem klaren Bekenntnis zu Immanuel Quickley aussah, entpuppte sich wenig später als Problem für den gesamten Markt. Denn: Andere Spieler mit ähnlichem Profil fordern nun ähnliche Summen, doch ihre Teams zeigen sich deutlich zurückhaltender.
"Der Quickley-Vertrag hat den Markt für Restricted Free Agents völlig durcheinandergebracht", erklärte Bobby Marks in einem ESPN-Beitrag. "Jetzt sagen sich die Agenten: Das ist der neue Benchmark. Und Spieler wie Giddey fordern genau diese Summen."

Josh Giddey verlangt laut Berichten ein Gehalt von rund 30 bis 32 Millionen Dollar pro Jahr. Doch Chicago soll derzeit nur rund 20 Millionen bieten. Nach der Überbezahlung von Patrick Williams im Vorjahr wollen sich die Bulls kein zweites Mal auf einen unvorteilhaften Deal einlassen.
Ähnlich ist die Lage bei Cam Thomas in Brooklyn. Auch er wartet auf ein Angebot, das mit den neuen Marktwerten mithalten kann. Und die Liste der Betroffenen wächst: Quentin Grimes, Jonathan Kuminga, Trey Murphy. Viele junge Guards finden sich aktuell in einem festgefahrenen Markt wieder.
Die Konsequenz könnte für einige Spieler drastisch sein: Immer mehr Insidern zufolge ziehen Spieler wie Giddey in Erwägung, den sogenannten Qualifying Offer über ein Jahr anzunehmen, um im kommenden Sommer als Unrestricted Free Agent freie Hand bei der Teamwahl zu haben. Dann ohne jegliche Matching-Rechte für ihre bisherigen Klubs.
Bobby Marks kritisierte in diesem Zusammenhang auch, dass die Raptors für ihren teuren Deal nicht genug Kritik einstecken mussten. "32 Millionen im Jahr. Quickley ist kein Spieler, der das Niveau eines Star-Guards erreicht hat. Toronto hat den Markt ruiniert, aber niemand redet darüber."
kon