vor 5 Stunden
Diskussionen um seinen Rekord
Victor Wembanyama liefert eine historische Defensivleistung, schreibt Playoff-Geschichte und stellt sich danach selbst in die Kritik. Trotz 12 Blocks und Triple-Double sieht der Spurs-Star die Verantwortung für die Niederlage bei sich. Gleichzeitig sorgen einige Szenen für Diskussionen um seinen Rekord.

Victor Wembanyama hat in Spiel 1 der Serie zwischen den San Antonio Spurs und den Minnesota Timberwolves Geschichte geschrieben. Trotzdem stand am Ende eine 102:104-Niederlage. Mit 12 Blocks, 15 Rebounds und 11 Punkten lieferte der 22-Jährige ein außergewöhnliches Triple-Double und stellte einen neuen NBA-Playoff-Rekord für Blocks auf.
Schon zur Halbzeit deutete sich die historische Nacht an, im dritten Viertel stellte er die alte Bestmarke ein, ehe er sie im Schlussabschnitt übertraf. Defensiv dominierte Wembanyama das Spiel phasenweise komplett, offensiv blieb sein Einfluss begrenzt.
Trotz der Rekordleistung stellte sich der Spurs-Star nach der Partie klar selbst in den Mittelpunkt der Kritik. "Ich muss anfangen, meine Würfe zu treffen. Ich habe meine Energie zu sehr auf Dinge verwendet, die unserem Team nicht wirklich geholfen haben. Das geht auf mich."
Wembanyama traf lediglich 5 von 17 Würfen und kam offensiv nie richtig in Rhythmus. Besonders im Schlussviertel, als Minnesota das Spiel drehte, blieb sein Einfluss begrenzt: drei Punkte, 1/5 aus dem Feld, zwei Ballverluste.
Auch sein Gefühl für den Spielverlauf sprach er offen an: "Die letzten Minuten sind einfach so vorbeigegangen. Das ist kein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass ich das Spiel nicht wirklich unter Kontrolle hatte."
Während Wembanyama sich selbst hinterfragt, wurde seine historische Leistung auch von außen relativiert. Timberwolves-Coach Chris Finch verwies nach dem Spiel auf mehrere strittige Szenen: "Er hatte viele Blocks, aber auch ein paar nicht gepfiffene Goaltendings."
Tatsächlich gab es mehrere Aktionen, bei denen mögliche Fouls oder Goaltending-Situationen nicht geahndet wurden. Die Diskussion darüber nahm nach Spielende schnell Fahrt auf und sorgte dafür, dass die Rekordleistung nicht völlig unumstritten blieb.
Intern reagierten die Spurs gelassen auf die Niederlage und die Wurfquote ihres Stars. Headcoach Mitch Johnson machte deutlich, dass er sich keine Sorgen macht: "Ich habe keinerlei Bedenken bei Victor oder De’Aaron Fox. Sie werden besser sein und wir werden besser sein." Neben Wembanyama blieb auch Fox offensiv unter seinen Möglichkeiten (10 Punkte, 5/14 FG), was die Probleme der Spurs im Angriff zusätzlich verstärkte.
kon