21.02.2026
Voigtmann warnt vor Halbfinalgegner
Der FC Bayern München geht (mal wieder) als haushoher Favorit in das BMW TOP FOUR im heimischen SAP Garden. In dieser Saison marschieren die Münchner durch die Bundesliga, doch durch die Erfahrung aus dem Vorjahr sind die Bayern mehr als gewarnt. Warum sich die Geschichte nicht wiederholen soll.

Gut ein Jahr ist es nun her, als sich der FC Bayern München als haushoher Favorit nach einer Niederlage im Halbfinale des TOP FOURs gegen Gastgeber Weißenfels aus dem Pokal verabschiedete. Eine bis dato gute Saison wurde plötzlich in Frage gestellt, der damalige Geschäftsführer Marko Pesic musste aufgrund der herben Enttäuschung Interviews aus dem Auto geben, um das zu erklären, was da gerade passiert war.
In dieser Saison sind die Vorzeichen ähnlich, aber doch anders. Wieder sind die Bayern der turmhohe Favorit, auch wenn das Teilnehmerfeld mit Alba Berlin, den EWE Baskets Oldenburg sowie den BMA365 Bamberg Baskets stärker wirkt als noch im Vorjahr. Dazu sind die Münchner Ausrichter, für Oldenburg und Bamberg ist es dagegen der erste Auftritt im SAP Garden.
Gewarnt sollten die Münchner dennoch sein, schließlich könnte das Halbfinale gegen die Oberfranken tückisch werden. Ähnlich wie der MBC vor einem Jahr sind die Baskets eine sehr gute Offensivmannschaft, die schnell spielt, viele Dreier wirft und heißlaufen kann.

Entsprechend warnt Johannes Voigtmann. "In einem einzelnen Spiel kann uns jeder schlagen. Wir müssen nur sicherstellen, dass morgen nicht diese Ausnahme passiert", meinte der Center. "Ich kann jetzt alle Phrasen raushauen, aber das Spiel geht bei 0:0 los und das wird sicherlich eine schwere Aufgabe für uns."
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausrutscher unter Coach Svetislav Pesic aber weniger geworden. Nur zweimal verloren die Bayern in der Liga - in Berlin und daheim gegen Vizemeister Ulm. Die Pflichtaufgaben wurden dagegen allesamt erledigt, seit der Rückkehr des Serben kassierten die Bayern in der Bundesliga nur ein einziges Mal über 80 Punkte - beim 94:83 gegen Aufsteiger Trier.
In der BBL gab es zuletzt zudem ein 106:63 in Heidelberg, gefolgt von einem 106:61 in Jena, bevor es gegen Frankfurt durch ordentlich Rotation etwas knapper ausfiel (85:76). "Wir haben dem Spiel stets unsere Pace aufgedrückt und unseren Stiefel durchgebracht", erklärte Voigtmann.
Das dürfte auch der Schlüssel gegen Bamberg sein. Nimmt man den Baskets das Tempo und die Fastbreaks, sollte es keine zwei Meinungen über den Sieger geben. Und die Schmach vom Vorjahr? "Wir haben den MBC damals nicht unterschätzt, aber wir haben es damals einfach nicht geschafft, unser bestes Spiel zu spielen. Dann wird es in einem Pokalspiel immer schwierig."
Robert Arndt