FC Bayern in einer eigenen Welt: BBL veröffentlicht Klub-Budgets und Spielergehälter | basketball-world
Basketball - BBL
18.12.2025
Gesamtumsatz dürfte steigen
FC Bayern in eigener Liga: BBL veröffentlicht Klub-Budgets und Spielergehälter
Die BBL hat die Gesamtbudgets und Spielergehälter der 18 BBL-Klubs für die Saison 2025/26 veröffentlicht. Der FC Bayern spielt auch in diesem Jahr wieder in einer eigenen Liga.
Der FC Bayern hat das größte Budget der Liga. IMAGO/Beautiful Sports
Insgesamt führt der FC Bayern die Liste mit einem Gesamtbudget von 48,42 Millionen Euro an, gefolgt von Alba Berlin (11,4 Mio.) und rathiopharm Ulm (9,21 Mio.) auf den Plätzen zwei und drei. Das Schlusslicht bildet Aufsteiger Jena mit einem Budget von 4,26 Mio.
Alleine die Spielergehälter des FC Bayern für die derzeitige Saison übersteigen mit 18,03 Mio. klar das Gesamtbudget aller anderen Klubs. Alba folgt mit 4,69 Mio. an Spielergehältern auf Platz zwei, Bonn macht die Top-3 mit 3,24 Mio. komplett. Zu beachten ist dabei, dass diese Zahlen lediglich Planzahlen sind, da sie sich im Laufe der Saison noch ändern können. Die BBL geht laut ihrer Pressemitteilung davon aus, dass die Gesamtbudgets noch steigen werden.
Im Vergleich zur Vorsaison bleiben die Budgets dadurch auf einem ähnlichen Niveau. 2024/25 führte der FCBB die Liga mit einem Budget von 49,5 Mio. ebenfalls deutlich an, Alba (12,8) und Ulm (10,5) lagen auf den weiteren Spitzenplätzen.
BBL: Die Budgets und Spielergehälter der Klubs
Klub
Klub-Budget 2025/26 (Plan)*
Klub-Budget 2024/25 (Ist)
Personalkosten Spieler 2025/26 (Plan)
Personalkosten Spieler 2024/25 (Ist)
ALBA BERLIN
11,42
12,83
4,69
6,79
Basketball Löwen Braunschweig
6,68
5,85
1,86
1,47
BMA365 Bamberg Baskets
5,58
6,63
1,46
1,92
EWE Baskets Oldenburg
9,08
8,31
3,17
2,86
FC Bayern Basketball
48,42
49,50
18,03
14,57
Fitness First Würzburg Baskets
6,73
6,94
2,75
2,59
MHP RIESEN Ludwigsburg
5,74
*Alle Angaben sind in Mio. Euro
Alba Berlin liegt auf Platz zwei der Budgets. IMAGO/Eibner
BBL: Gesamtumsatz dürfte leicht steigen
Insgesamt steuern die 18 Teams auf einen Gesamtumsatz von 165 Mio. zu, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeuten würde. "Damit bleiben wir mindestens wirtschaftlich stabil und erwarten zum Saisonende sogar wieder ein leichtes Wachstum. Der Anteil der Personalkosten für Spieler beträgt dabei 36 Prozent der Gesamtbudgets - dies zeigt unter anderem, dass die Clubs auch sehr in nachhaltige Strukturen und Maßnahmen investieren, anstatt vor allem kurzfristig in die Mannschaften - um es plakativ zu sagen: Steine statt Beine", wird BBL-Geschäftsführer Dr. Stefan Holz zitiert. In der Vorsaison generierte die BBL einen Gesamtumsatz von 148,1 Mio.
Holz kritisiert allerdings die Beiträge für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die in der BBL im Vergleich zum Rest von Europa relativ hoch sind. "Diese betragen für die Profikader aller 18 Clubs zusammen mittlerweile 9,4 Millionen Euro. Das ist nach wie vor untragbar und für unsere Clubs ein massiver strategischer Wettbewerbsnachteil in Europa. Wir werden gemeinsam mit den anderen deutschen Profiligen weiter fordern, dass dieses unsägliche Thema grundlegend reformiert wird", erklärt er.
Die Veröffentlichung der Budgets ist erst zum zweiten Mal nach der Saison 2024/25 erfolgt. Grund dafür war ein entsprechender Beschluss der Klubs, der für mehr Transparenz sorgen soll.