21.11.2025
Machtkampf in Los Angeles
Die Franchise aus Hollywood bleibt ihrem Standort gerecht. Nur wenige Wochen nach dem offiziellen Verkauf der Los Angeles Lakers an Sportmäzen Mark Walter nehmen die Kalifornier erhebliche Umstrukturierungen vor. Mittendrin: Geschäftsführerin Jeanie Buss und ihre Familie.

Dass es mit der Übernahme des neuen Mehrheitseigentümers Veränderungen innerhalb der Franchise geben würde, war abzusehen. Überraschend ist dann aber doch, wen es trifft.
Wie ESPN berichtet, haben die Lakers ihre beiden Minderheitseigentümer Jesse und Joey Buss von ihren administrativen Verpflichtungen innerhalb der Franchise entbunden. Beide waren ranghohe Mitglieder im Front Office und maßgeblich für Scouting- und Draftentscheidungen verantwortlich.
Besonders pikant dabei: Ausgerechnet Jesse und Joey waren die einzigen beiden Brüder, die gegen den Verkauf der Franchise an Mark Walter gestimmt hatten. Der Milliardär hatte kürzlich die Mehrheitsanteile für die rekordverdächtige Summe von zehn Milliarden Dollar erworben. Es war der teuerste Verkauf eines Klubs oder Franchises der Sportgeschichte.
Schwester Jeanie Buss bleibt hingegen weiterhin fest im Sattel. Die 64-Jährige führte die Lakers bereits vor dem Verkauf operativ und war auch nach dem Deal in ihrer Position verblieben. An der Entlassung ihrer Brüder dürfte sie entscheidend mitgewirkt haben.
"Es war Dr. Buss' Idee, mir und Joey einmal die Basketball-Geschäfte zu übergeben", erklärte Jesse Buss in einem offiziellen Statement nach der Entlassung. "Aber Jeanie hat sich mit der Entlassung ihrer Geschwister effektiv an ihrem Platz gehalten."
Hintergrund der Fehde ist eine langjährige Besitzerschaft der Franchise durch die Buss-Familie. Vater Dr. Jerry Buss hatte die Lakers einst Ende der 70er Jahre erworben. Nach seinem Tod im Jahr 2013 gingen seine Anteile (ca. 66 Prozent) an seine sechs Kinder zu gleichen Teilen über. Jeanie übernahm daraufhin die operativen Geschäfte und lieferte sich mit ihren Geschwistern in der Folge einen jahrelangen Machtkampf, der hiermit die nächste Eskalationsstufe erreicht hat.
jos