vor 21 Stunden
Vertrag der Nationalspielerin wurde ausgesetzt
Erst vor knapp einer Woche war die Nationalspielerin Luisa Geiselsöder überraschend aus ihrem Vertrag bei WNBA-Franchise Portland Fire entlassen worden. Nun stellte die Nationalspielerin klar, wie es für sie nach der WM weitergeht.

Luisa Geiselsöder brauchte kaum Eingewöhnungszeit beim DBB-Team. Wenige Tage Training genügten der Power Forward, um beim Auftaktspiel der deutschen WM-Vorbereitung gegen Spanien mit 13 Punkten zur deutschen Topscorerin zu avancieren. Ein Fingerzeig für das WNBA-Quartett, das ebenfalls nur wenige Tage Einarbeitung vor Turnierstart bekommen wird?
Wie die 26-Jährige gegenüber basketball-world.news erklärte, gehe es nun genau darum - nämlich eine gute Vorbereitung zu spielen, um die "vier so schnell und so gut wie möglich zu integrieren". Welche "Vier" sie meint? Das noch in Nordamerika verbliebene Quartett um die Sabally-Schwestern Satou und Nyara sowie Leonie Fiebich und Geiselsöders Teamkollegin Frieda Bühner.
Zwar gibt es gesundheitlich um wenigstens drei der vier Spielerinnen aktuell massive Fragezeichen, ihre sportliche Situation steht im Gegensatz zu der von Geiselsöder allerdings nicht infrage. Die gebürtige Ansbacherin war in der WNBA zuletzt weitgehend außen vor geblieben und musste sich mit wenigen Kurzeinsätzen zufriedengeben. Umso mehr Fragezeichen warf nun die Entlassung auf.

"Der Vertrag ist nur ausgesetzt", erklärte Geiselsöder nun exklusiv. Der Dreijahresvertrag, den sie erst im Sommer unterschrieben hatte, bleibt demnach bestehen.
"Ich wollte unbedingt zur Nationalmannschaft gehen und habe mein Team gefragt, ob sie mich entlassen würden. Dem haben sie zugestimmt", führte sie aus. "Sie wussten, dass es mein großes Ziel ist, bereit für die WM zu sein." Ihr Franchise, Portland Fire, das erst zu Beginn der laufenden WNBA-Saison gegründet wurde, habe sich dabei sehr entgegenkommend gezeigt. "Ich bin natürlich froh, dass sie mich haben gehen lassen."
Unklar ist noch, wie es nach der Weltmeisterschaft weitergehen wird. Schließlich wurde ihr Vertrag für die gesamte Saison 2026 ausgesetzt. Spätestens zur nächsten Spielzeit dürfte Geiselsöder jedoch in den US-Bundesstaat Oregon zu ihrem Team zurückkehren.
Julius Ostendorf