10.07.2025
Frührer Lakers-Spieler muss hinter Gitter
Der frühere NBA-Profi Ben McLemore ist von einem Gericht im US-Bundesstaat Oregon wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen worden. Der 32-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von 100 Monaten - also über acht Jahren - verurteilt.

Ein Geschworenengericht hatte den 32-Jährigen in der Vorwoche der Vergewaltigung, unrechtmäßigen sexuellen Penetration ersten Grades sowie sexuellen Missbrauchs zweiten Grades schuldig gesprochen.
Die Vorwürfe beziehen sich auf eine Hausparty im Oktober 2021 in Lake Oswego - im Haus von Robert Covington, McLemores damaligem Teamkollegen bei den Portland Trail Blazers. Eine 21-jährige Frau warf ihm vor, sie im alkoholisierten Zustand im Schlaf sexuell missbraucht zu haben. Die Jury folgte ihrer Darstellung und verurteilte McLemore in drei von vier Anklagepunkten. Der Ex-Profi hatte sich in allen Punkten für nicht schuldig erklärt.
Die Betroffene schilderte in einer Videobotschaft, wie belastend die vergangenen Jahre für sie gewesen seien. Clackamas Countys First Assistant District Attorney Scott Healy sagte in einem Statement: "Hoffentlich verleiht der Mut des Opfers auch anderen die Kraft, in ähnlichen Fällen an die Öffentlichkeit zu gehen. Diese Strafe soll eine klare Botschaft senden: Solches Verhalten wird in unserer Gesellschaft nicht toleriert."
McLemore zeigte sich in einem persönlichen Statement "überrascht und enttäuscht" vom Urteil, erklärte jedoch auch: "Ich glaube an Vergebung und zweite Chancen. Ich werde jeden Tag daran arbeiten, meine zu verdienen." Seine Anwältin betonte gegenüber ESPN, man hoffe auf eine künftige Gesetzesänderung, die eine vorzeitige Überprüfung der Haftstrafe ermöglichen könnte.
Der frühere Erstrundenpick (Nr. 7 im Draft 2013) spielte in der NBA unter anderem für die Kings, Rockets und Lakers. Seit seinem letzten Engagement in Portland 2022 war McLemore für Teams in China, Griechenland und Spanien aktiv.
Sam Müller