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Spielberechtigung verweigert
Letzte Saison spielte Babacar Sane noch für Ludwigsburg in der BBL. Jetzt kämpft der Senegalese vor Gericht um seine College-Karriere und eine Vergütung von 1,1 Millionen Dollar.

Wie die New York Post unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, hat Babacar Sane beim Supreme Court in Queens Klage gegen den US-Collegeverband NCAA eingereicht. Der 22-Jährige war für die kommende Saison bei St. John’s als nicht spielberechtigt eingestuft worden. Neben der Klage beantragten seine Anwälte eine einstweilige Verfügung, damit er erst einmal weiter am Spielbetrieb teilnehmen darf.
Sane hatte sich im Mai der Mannschaft von Trainerlegende Rick Pitino angeschlossen. St. John’s beantragte anschließend seine Zulassung für den College-Basketball. Die NCAA lehnte den Antrag am 13. August aber ab. Ein Einspruch der Universität blieb ohne Erfolg. Als Begründung soll der Verband Sanes Absicht genannt haben, eine professionelle Karriere einzuschlagen. Eine konkrete Regel, gegen die der Forward verstoßen habe, sei in der Entscheidung nach Darstellung seiner Anwälte nicht genannt worden.
Vor seinem Wechsel nach New York hatte Sane mehrere Jahre als Profi gespielt. Der Senegalese gehörte von 2022 bis 2024 zum Team von G League Ignite und lief danach für die Salt Lake City Stars und Iowa Wolves auf. Nach einer Station bei US Monastir in Tunesien wechselte er 2025 zu den MHP Riesen Ludwigsburg. Für die Schwaben erzielte Sane in der vergangenen Saison durchschnittlich 9,9 Punkte und 3,8 Rebounds in knapp 17 Minuten.
Sanes Anwälte verweisen darauf, dass die NCAA in den vergangenen Jahren fast 100 Spieler mit einer vergleichbaren professionellen Vergangenheit zugelassen habe. Dazu gehören mit London Johnson und Thierry Darlan auch zwei frühere Teamkollegen aus dem Ignite-Programm. "Niemand bei der NCAA hat mir jemals gesagt, was mich vom Wettbewerb ausschließt", erklärte Sane in einer dem Gericht vorgelegten eidesstattlichen Aussage. Niemand habe eine Regel genannt oder erklärt, weshalb seine Situation anders bewertet werde als die anderer ehemaliger Profis.
"Sie haben nur gesagt, dass ich beabsichtigt habe, Profi zu werden. Aber warum unterscheidet mich das von meinen Teamkollegen bei Ignite, aus Europa oder aus der NCAA? Wir alle werden dafür bezahlt, Basketball zu spielen", führte der 22-Jährige weiter aus.
Der finanzielle Unterschied ist erheblich. Laut den Gerichtsdokumenten lag Sanes gesamte bisherige Vergütung als Profi deutlich unter der Summe, die er in der kommenden Saison bei St. John’s erhalten könnte. Dort stehen für ihn demnach 1,1 Millionen Dollar auf dem Spiel.
kon