27.11.2025
Rücktrittserklärung in emotionalem Brief
Zeljko Obradovic, hat seinen Rücktritt als Trainer von Partizan Belgrad nach viereinhalb Jahren offiziell bestätigt. Der Klub veröffentlichte am Mittwoch ein persönliches Schreiben des 65-Jährigen, in dem er die Gründe für seinen Schritt erläutert. Nun hat aber der Vorstand das Gesuch des Coaches abgelehnt.

Obradovic, der Partizan 2021 übernommen und nach einer zehnjährigen Abstinenz wieder in die EuroLeague zurückgeführt hatte, spricht in seinem Brief von "Verantwortung", die er nach dem enttäuschenden Saisonstart übernehmen müsse. Seine Entscheidung bezeichnet er als "unwiderruflich".
In seinem Schreiben bedankt sich der neunfache EuroLeague-Champion bei den Vereinsverantwortlichen, seinem Trainerstab, allen Spielern der vergangenen viereinhalb Jahre und vor allem bei den Fans, deren bedingungslose Unterstützung Partizan "mehr als nur Basketball" habe sein lassen.
Der Rücktritt kommt nicht völlig überraschend. Bereits in den vergangenen Wochen war Obradovic verstärkt in die Kritik geraten, nachdem Partizan fünf der letzten sechs EuroLeague-Spiele verloren hatte und in der Tabelle ungewohnt weit unten steht.
Nun aber die Rolle rückwärts. Der Verein erklärte in einer Stellungnahme, dass man den Rücktritt abgelehnt habe: "Auf Vorschlag unseres Präsidenten haben wir geschlossen dafür gestimmt, dem Rücktritt nicht zuzustimmen und ihm dafür unsere vollste Unterstützung zu geben. Wir möchten, dass er Coach bleibt und werden die notwendigen Schritte einleiten, dass die Schwarz-Weißen in der Zukunft bessere Resultate erzielen."
"Mozzart Sport" hatte zuvor berichtet, dass Andrea Trinchieri als möglicher Nachfolger gehandelt werde. Der Italiener coachte nicht nur in Deutschland Bamberg und die Bayern, sondern stand auch zwischen 2018 und 2020 bei Partizan schon einmal an der Seitenlinie. Mit ihm gewannen Schwarz-Weißen zweimal den serbischen Pokal. Zuletzt stand Trinchieri bei Zalgiris Kaunas unter Vertrag, trotz Meisterschaft wurde sein Vertrag im Sommer aber nicht verlängert.
kon