vor 12 Stunden
"Will FIBA-Basketball spielen"
Duane Washington Jr. steht vor der deutschen Staatsbürgerschaft. Der in Frankfurt geborene Guard will für die deutsche Nationalmannschaft spielen und wäre eine Option für die WM 2027.

Nach dem 95:61 des FC Bayern München gegen Alba Berlin am Samstag verriet der Guard gegenüber Sport1: "Ich weiß noch nicht, wann genau, aber wir sind im Prozess." Er bekomme bald seinen Reisepass. Washington wurde in Frankfurt geboren, als sein Vater Duane Washington Sr. in Deutschland spielte, wuchs aber in den USA auf.
Der 26-Jährige war im Sommer von Partizan Belgrad nach München gewechselt und hatte einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Zuvor hatte er 79 NBA-Spiele für die Indiana Pacers und die Phoenix Suns bestritten. Verletzungsbedingt verpasste er die komplette Vorbereitung und bestritt gegen Berlin sein erstes Spiel für Bayern. Er kam von der Bank und erzielte in 18 Minuten 12 Punkte bei vier Treffern aus 13 Würfen. Coach Anton Gavel sagte: "Wir sind froh, dass Duane wieder da ist."

Washington hatte früher bereits angekündigt, für die deutsche Nationalmannschaft spielen zu wollen. "Ich würde sehr gerne Olympia und allgemein FIBA-Basketball spielen. Diese Erfahrungen würde ich gerne mitnehmen. Ich habe viele gute Dinge über das deutsche Team gehört und ich wäre sehr gerne ein Teil dieser Gruppe."
Bundestrainer Alex Mumbru darf nach dem FIBA-Regelwerk nur einen naturalisierten Spieler im finalen Kader einsetzen. Als Konkurrenten gelten Dylan Osetkowski von Valencia und Nick Weiler-Babb von Roter Stern Belgrad. Zuletzt verzichtete das DBB-Team allerdings gänzlich auf eingebürgerte Spieler. Weiler-Babb war zuletzt bei Olympia 2024 dabei.
Dass Mumbru für Washington Jr. von dieser Philosophie abrücken könnte, ist jedoch nicht unwahrscheinlich. Im Mai auf den Point Guard angesprochen, sprach der Spanier seine Bewunderung für den Bayern-Neuzugang aus: "Er hat leider keinen deutschen Pass, darum kann er auch nicht für uns spielen. Ansonsten ist er aber ein toller Spieler."
jos