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    NBA

    vor 12 Stunden

    Wenig Siege, aber kaum Neuerungen

    Eine Franchise in Schockstarre: Der merkwürdige Sommer der Pelicans

    In der Free Agency werden gerne die Transkationen bewertet und dann Gewinner und Verlierer gekürt. Die New Orleans Pelicans nehmen dagegen überhaupt nicht an dieser Free Agency teil, was in der NBA für Verwirrung sorgt.

    Zion Williamson ist weiterhin der Franchise-Star der New Orleans Pelicans.
    Zion Williamson ist weiterhin der Franchise-Star der New Orleans Pelicans. Jerome Miron-Imagn Images

    Fans der New Orleans Pelicans hatten es in den vergangenen Jahren nicht leicht und dieser Trend setzt sich auch 2026 fort. Gerade einmal 26 Siege fuhr New Orleans in der Vorsaison ein und wurde am Ende nur deswegen Elfter im Westen, weil alle anderen Teams um sie herum, keine Spiele mehr gewinnen wollten.

    New Orleans dagegen hatte diese Ambition nicht, da sie keinen eigenen Draft-Pick hielten. Diesen hatten sie im Sommer 2025 an die Atlanta Hawks abgegeben, um Center Derik Queen draften zu können. Schon damals stand der neue General Manager Joe Dumars in der Kritik und diese ist nach dieser Offseason nicht leiser geworden - aus mehreren Gründen.

    Pelicans: Ein Abgang, ein Zugang, ein neuer Coach

    Es wirkt so, als ob New Orleans in eine Art Stockstarre verfallen ist. Die Pelicans sind das einzige Team der Liga, welches weder per Trade oder via Free Agency einen neuen Spieler verpflichtete. Lediglich Center Kevon Looney verließ das Team, nachdem die Pels dessen Option über acht Millionen Dollar nicht zogen. Im Gegenzug wurde der Kader nur mit dem 58. Pick, Jaron Pierre Jr. aufgefüllt - hier fehlt aber noch die Unterschrift.

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    Heißt übersetzt: 14 der 15 Spieler, die im Vorjahr 26 Siege zusammenkratzten, stehen auch für die neue Spielzeit unter Vertrag, darunter auch Oldie DeAndre Jordan. Hier sorgten die Pels zwischenzeitlich für Schlagzeilen, allerdings nicht positiv. Wie herauskam, erhielt der fast 38-Jährige einen neuen Zweijahresvertrag im Big Easy.

    So weit, so gut. Das Ganze sollte für einen Minimumvertrag abgeschlossen werden. Die Liga übernimmt dabei von den 3,9 Millionen immerhin 1,5, was dann nicht gegen den Cap gerechnet wird. Das gilt jedoch nicht für Zweijahresverträge, weswegen die Pelicans nun selbst die weiteren rund drei Millionen Dollar tragen müssen. Das ist nicht viel, wirft aber mal wieder kein gutes Licht auf Dumars und seine Front Office. Die einzige prominente Veränderung war der Wechsel von Interimscoach James Borrego zu Ex-Magic-Trainer Jamahl Mosley.

    Joe Dumars leitet das Front Office der Pelicans.
    Joe Dumars leitet das Front Office der Pelicans. IMAGO/AAP

    Pelicans: Offensichtliche Baustellen bleiben

    Die Baustellen im Team wurden ebenfalls noch nicht adressiert. Zwar stehen mit Queen, Yves Missi und Jordan drei Center im Kader, keiner besitzt aber derzeit die Qualität, um ein zumindest solider Starter in der NBA zu sein. Es lässt sich argumentieren, dass New Orleans derzeit die schlechteste Center-Rotation der Association besitzt.

    Vielleicht passiert in den kommenden Wochen noch etwas, wenn sich LeBron James endlich entscheidet. Die Trade-Gerüchte um Forward Trey Murphy waren vor der Offseason sehr laut, nun hört man seit Wochen fast gar nichts mehr. Dazu stehen auch (Ex-)All-Stars wie Dejounte Murray oder Zion Williamson im Kader, womit weiter unklar ist, welche Marschrichtung die Franchise aus Louisiana einschlagen möchte.

    Um im Westen oben mitzuspielen, ist das viel zu wenig, gleichzeitig sieht das auch nicht wie ein Contender für den ersten Pick aus. Derzeit ist es mal wieder weder Fisch noch Fleisch und die Untätigkeit der vergangenen Wochen wirft erneut große Fragen auf, ob es überhaupt so etwas wie eine Richtung gibt.

    Robert Arndt