03.07.2025
CBA-Verhandlungen stocken
Die WNBA wird weiter expandieren, doch die Fronten zwischen der Spielerinnengewerkschaft (WNBPA) und der Liga scheinen verhärtet. Satou Sabally fand zuletzt klare Worte und forderte deutliche Verbesserungen.

Die WNBA boomt, in den kommenden fünf Jahren sollen gleich fünf neue Teams sich der Liga anschließen (Portland, Toronto, Cleveland, Detroit, Philadelphia) und doch rumort es hinter den Kulissen. Es geht mal wieder ums Geld und die Umverteilung, wobei die Spielerinnen weiter der Meinung sind, dass bei ihnen zu wenig ankommt.
Satou Sabally, die derzeit die Phoenix Mercury in der Gewerkschaft vertritt, fand deutliche Worte. "Das erste Angebot der Liga war ein Schlag ins Gesicht", erklärte die Berlinerin. Sie zählt in der WNBA zu einer der Top-Verdienerinnen, dennoch kassiert sie nur 215.000 Dollar für die komplette Saison.
Details zu den Vorschlägen nannte Sabally nicht. Derzeit verhandeln die Liga und die WNBPA über einen neuen Kollektivvertrag. Der aktuelle Deal läuft 2027 aus, doch die Spielerinnen kündigten bereits an, dass sie schon früher aussteigen wollen. Sollte es also in diesem Jahr nicht zu einer Einigung kommen, droht für die kommende Saison ein Lockout.
Dies hatte auch Angel Reese bereits angedeutet. "Wenn wir nicht annähernd das bekommen, was wir wollen, werden wir streiken", kündigte die 23-Jährige an. Ähnlich formulierte es WNBPA-Präsidentin Nneka Ogwumike von den Seattle Storm.
„Es geht nicht um bessere Gehälter, es geht darum, dass wir fair daran beteiligt werden, was wir mit aufgebaut haben. Wir müssen die Strukturen verbessern, damit nicht nur wir, sondern auch kommende Generationen profitieren können. Sabally hatte dies unter anderem als einen Grund genannt, warum sie nach Phoenix wechselte. Die Mercury besitzen seit neustem ein hochmodernes Trainingszentrum.

"Wir müssen uns auf die Spielerinnen konzentrieren, die im Moment in der Liga sind", forderte Sabally, die gleichzeitig aber auch nicht gegen die Expansion der Liga sei. "Mir gefällt es, dass die Liga wächst, aber es wäre auch schön, wenn man die Roster vergrößern könnte." Derzeit sind nur zwölf Spielerinnen erlaubt, in der NBA sind es derweil 15.
Sabally mahnte zudem an, dass es noch Franchises gebe, die nicht professionell genug aufgestellt seien. "Wir müssen unseren Fokus auf die Teams richten, die immer Ausreden finden, warum sie nicht in die Spielerinnen investieren." Expansion würde diese Probleme nicht lösen, sondern eher davon ablenken.
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