19.02.2025
Letzten sechs MVP's waren internationale Spieler
ESPN-Analyst Stephen A. Smith glaubt nicht, dass ein internationaler Spieler jemals das Gesicht der NBA werden kann. Seine Aussage sorgt für kontroverse Reaktionen - unter anderem meldet sich Ex-NBA-Profi Patrick Beverley zu Wort.

In der Sendung First Take äußerte er Zweifel daran, dass ein internationaler Spieler jemals als das Gesicht der NBA angesehen werden kann.
"Ich glaube nicht, dass ein internationaler Spieler das Gesicht der NBA sein kann. Ich weiß, dass sie globale, ikonische Figuren sind und ihre Popularität weltweit reicht, aber die NBA ist ein amerikanischer Sport. (...) Meine Hoffnung ist das Anthony Edwards seine Meinung ändert," sagte Smith. Anlass für seine Aussage war eine Diskussion über Anthony Edwards' Kommentar, dass Victor Wembanyama die Zukunft der Liga sei und nicht er selbst: "Nicht wirklich. (...) Dafür haben sie Wemby", sagte Edwards in einem Interview beim All-Star-Weekend.
Die NBA hat in den vergangenen Jahren jedoch einen deutlichen Wandel erlebt. Die letzten sechs MVPs wurden außerhalb der USA geboren, darunter Nikola Jokic, Giannis Antetokounmpo und Joel Embiid. Auch diese Saison gehören Jokic und Shai Gilgeous-Alexander zu den Topfavoriten für den MVP-Titel.
Patrick Beverley, der kürzlich Hapoel Tel Aviv verließ, äußerte sich auf X (ehemals Twitter) und widersprach Smiths Aussage entschieden.
"Ja, ich stimme nicht zu. Es gab eine Zeit, in der niemand dachte, dass ein schwarzer Mann das Gesicht der NBA sein könnte," schrieb Beverley. "Basketball entwickelt sich immer weiter. Es spielt keine Rolle, welche Herkunft oder Nationalität man hat - das Gesicht der NBA kann jeder sein, egal woher er kommt."
Sam Müller