vor 4 Stunden
Thunder siegen im Schnitt mit fast 20 Punkten
Die Los Angeles Lakers stehen vor dem Aus. Erneut wird dem Team von Coach JJ Redick eine schwache zweite Halbzeit zum Verhängnis. Der Trainer wirkt ernüchtert.

Zum dritten Mal in Folge unterlagen die Lakers gegen den amtierenden Champion aus Oklahoma City zweistellig, wieder war es die zweite Halbzeit, die L.A. das Genick brach. Mit 74:49 gingen die zweiten 24 Minuten an die Thunder, die ihre Spiele bisher mit zweimal 18 Punkten und in der Nacht mit 23 Zählern Differenz für sich entschieden.
OKC ist in diesen Playoffs noch ungeschlagen und das, obwohl Shai Gilgeous-Alexander in dieser Serie nicht einmal dominiert. Gerade einmal 21 Punkte verbucht der Kanadier im Schnitt, das sind zehn weniger als noch in der Regular Season. Dazu trifft SGA nur 46 Prozent seiner Würfe, ebenfalls deutlich schwächer als noch in der Hauptrunde.
"Der amtierende MVP spielt unter seiner Normalform und trotzdem haben sie uns dreimal in Folge den Hintern versohlt", meinte ein ernüchterter J.J. Redick. Das ist einfach ein unglaubliches Team.“ Womöglich übertrieb der Coach mit seiner Aussage vor dieser Serie nicht, als er die Thunder mit ikonischen Mannschaften wie den Chicago Bulls von 1996 und den Golden State Warriors 2017 verglich.
Natürlich fehlt den Lakers mit Luka Doncic der beste Spieler, doch auch OKC vermisst in Jalen Williams derzeit einen All-Star. Die Lehren aus dieser Serie sind jedoch offensichtlich. Die Thunder haben in der Breite deutlich mehr Qualität, während Redick Spiel für Spiel puzzlen muss. So war Redick im vierten Viertel zu hören, dass er Center Deandre Ayton als "nicht spielbar" titulierte, als dieser zwei Offensiv-Rebounds in Serie abgab.
Die Thunder bekommen dagegen Abend für Abend Produktion von zahlreichen Rollenspielern, in Spiel 3 verbuchte so der eigentliche Sixth Man und derzeit Williams-Ersatz Ajay Mitchell mit 24 Punkten und zehn Assists ein Double-Double.
"Das ist ein außergewöhnliches Basketball-Team, was ich schon vor der Serie gesagt habe. Und sie beeindrucken mich auch jetzt", führte Redick weiter aus. "Dennoch glaube ich, dass wir sie schlagen können. Dafür müssen wir aber besser spielen." Eine womöglich letzte Chance gibt es in der Nacht auf Dienstag, wenn die Lakers in Spiel 4 gegen den drohenden Sweep antreten.
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