23.06.2025
NBA-Stars nehmen Anteil
Tyrese Haliburton ging angeschlagen in Spiel 7 der NBA Finals - und nach nur knapp sieben Minuten mit einer wohl noch schwereren Verletzung zu Boden. Der 25-Jährige hat sich eine Achillessehnenverletzung zugezogen.

Ein vor Schmerzen geschrienes "Nein" war ihm von den Lippen abzulesen, als Tyrese Haliburton bäuchlings auf dem Boden lag und vor Frust mit seiner Faust auf das Parkett hämmerte. Der Star-Spieler der Indiana Pacers war bereits angeschlagen mit einer Wadenzerrung in das alles entscheidende Spiel 7 der NBA Finals gegangen - nun hatte er sich nach nur gut sieben Minuten eine wohl noch deutlich schlimmere Verletzung zugezogen.
Was war passiert? Bei einem Drive Richtung Zone, als sich Haliburton mit seinem angeschlagenen rechten Bein abdrücken wollte, ging der 25-Jährige mit offensichtlich großen Schmerzen zu Boden. Wenig später humpelte er gestützt von seinen Teamkollegen und unter Tränen in die Kabine. Bei ESPN bestätigte der Vater von Haliburton kurz darauf eine Verletzung an der Achillessehne, eine genaue Diagnose steht noch aus.
Bereits in Spiel 5 der Best-of-Seven-Serie hatte sich Haliburton die Wadenzerrung zugezogen, in Spiel 6 stand er 23 Minuten auf dem Court und führte sein Team angeschlagen zum Sieg. Im Entscheidungsspiel wollte der Guard ebenfalls unbedingt spielen. "Das sind die Finals. Ich habe mein ganzes Leben lang dafür gearbeitet, hier zu sein, und ich will meinen Teamkollegen helfen. Wenn ich laufen kann, will ich spielen", hatte er bereits nach Spiel 5 gesagt.
Nach den üblen Szenen in Spiel 7 nahmen zahlreiche Stars der NBA in den sozialen Netzwerken Anteil an Haliburtons offensichtlich schlimmeren Verletzung. LeBron James reagierte auf seinem X-Account einfach nur mit einem derben Kraftausdruck, Trae Young von den Atlanta Hawks schrieb: "Sowas will man niemals sehen."
Haliburtons Teamkollegen Myles Turner sagte in einem Interview mit dem übertragenden Sender ESPN noch während der Partie: "Das bricht mir das Herz. Aber wir werden jetzt alles dafür tun, um ihm diesen Sieg zu schenken." Das sollte nicht mehr gelingen. Ohne Haliburton verlor Indiana in der zweiten Hälfte von Spiel 7 der NBA Finals den Anschluss, am Ende siegte Oklahoma City mit 103:91 und krönte sich zum Champion.
Der zweimalige All-Star war in dieser Saison die treibende Kraft hinter dem Finals-Run der Pacers. In den Playoffs legte er im Schnitt 17,7 Punkte, 9,0 Assists sowie 5,6 Rebounds pro Partie auf bei einer Feldwurfquote von 46,1 Prozent. In Spiel 1 der Finals war er mit seinem Gamewinner in der Schlusssekunde ein weiteres Mal der gefeierte Held.
pja