11.10.2025
EL stellt vier Bedingungen auf
Die NBA drängt in den europäischen Markt, soweit, so bekannt. Nun hat es ein weiteres Treffen zwischen den amerikanischen Vertretern und der EuroLeague-Spitze gegeben. Die Europäer stellten dabei nach eigenen Angaben vier Bedingungen für eine Zusammenarbeit, während sich die NBA bislang wenig kooperativ zeigt.

Einer Pressemitteilung der EuroLeague zufolge, hatten sich Vertreter beider Ligen am 8. Oktober im schweizerischen Genf getroffen. Es war das zweite Treffen binnen weniger Monate. Wie die Vertreter der europäischen Königsklasse nun erklärten, habe man bei der ersten Begegnung versucht, den Rahmen für eine Zusammenarbeit auszuloten. Dabei stieß man aber offensichtlich auf nur wenig Interesse. Bis heute habe es noch keine "sinnvolle Antwort" der NBA gegeben.
Auch im zweiten Meeting sollen sich die Amerikaner nur wenig kooperativ gezeigt haben. So teilten diese lediglich jene Informationen über "NBA Europe", die ohnehin bereits öffentlich verfügbar seien.
Stattdessen geht die EuroLeague nun selbst in die Offensive. In ihrer Presseerklärung teilte das Management vier Bedingungen, an die man eine mögliche Zusammenarbeit mit der NBA knüpfe:
1. Gemeinsamer Nutzen
2. Kulturelle Integrität
3. Wettbewerbsfähigkeit
4. Europäische Entscheidungsgewalt
Besonders in zwei Punkten dürfte aus NBA-Sicht Diskussionsbedarf bestehen. Einerseits was die Integrität des bisherigen Systems angeht. Schließlich erwägen die Amerikaner, in großen europäischen Metropolen völlig neue Vereine aus dem Boden zu stampfen. Zugleich könnten etablierte EuroLeague-Klubs ihren Status verlieren.

Darüber hinaus gilt es freilich als unwahrscheinlich, dass die NBA ihre Entscheidungsgewalt den Europäern übergeben wird. Viel mehr klingen diese Bedingungen wie Maximalforderungen, die man im Zuge eines Kompromisses nochmal aufweichen würde.
Die Reaktion der NBA ließ nicht lange auf sich warten: "Wir sind weiterhin offen für eine Zusammenarbeit mit der EuroLeague bei diesem Projekt, vorausgesetzt, wir können uns hinsichtlich unserer Einschätzung des enormen Potenzials für diesen Sport in Europa einigen", blieb George Aivazoglou, der NBA-Chef für Europa und den Nahen Osten, in seiner Erklärung maximal vage.
jos