vor 7 Stunden
Nächste Pleite für Orlando
Die Orlando Magic haben den Golden State Warriors trotz großer Personalnot einen Overtime-Krimi geliefert. Der vor der Partie von Trainer Sean Sweeney angekündigte vereinfachte Ansatz funktionierte offensiv phasenweise gut - die grundlegenden Probleme blieben beim 119:126 jedoch bestehen.

Kurz vor Spielbeginn war mit Desmond Bane ein weiterer Leistungsträger aufgrund einer Erkrankung ausgefallen. Sweeney hatte deshalb angekündigt, "das Menü in der Offensive etwas zu vereinfachen" und sich auf Aktionen zu konzentrieren, mit denen sein Team Vorteile kreieren könne.
Zudem wollte der Coach die Partie in einzelne Abschnitte unterteilen und in diesen "den bestmöglichen Job" machen. Der Plan ging lange auf: Orlando holte einen 16-Punkte-Rückstand auf und erzwang durch Jamal Cains Tip-in zwei Sekunden vor Schluss die Verlängerung. Franz Wagner übernahm mit 30 Punkten und elf Assists die Verantwortung, Tristan da Silva steuerte 19 Zähler bei.
Besonderen Wert hatte Sweeney nach den 25 Ballverlusten gegen Phoenix auf einen besseren Umgang mit dem Ball gelegt. Sein Team habe sich intensiv mit den Entscheidungen beschäftigt, die Orlando bei der vorherigen Niederlage geschadet hatten. Es gehe darum, "dort zu sein, wo wir sein sollen, das zu tun, was wir tun sollen, und anschließend die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen".
Trotz der klareren offensiven Ausrichtung konnten die Magic die Partie in der Verlängerung nicht vollenden. Stephen Curry übernahm in der entscheidenden Phase und führte Golden State mit 41 Punkten zum siebten Sieg in Serie. Orlando kassierte dagegen die vierte Niederlage nacheinander und fiel auf eine Bilanz von 2:8 zurück.
Die schwachen Ergebnisse spiegeln sich auch in den Statistiken wider. Orlando belegt im Offensive Rating lediglich den 23. Platz, defensiv reicht es sogar nur zu Rang 25. Gerade die Defensive galt in den vergangenen Jahren als Identität der Magic. Unter den aktuellen personellen Voraussetzungen sucht Sweeneys Mannschaft jedoch weiterhin nach Stabilität auf beiden Seiten des Feldes.
sgm