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    Basketball - EuroLeague

    vor 4 Stunden

    Knappe Niederlage gegen Partizan

    "Das darf nicht passieren": Bayern-Frust und ein suchender Gavel

    Der FC Bayern München Basketball hat im ersten Heimspiel dieser EuroLeague-Saison gegen Partizan Belgrad einen Dämpfer erhalten. Gegen die Serben wurde deutlich, dass der neue Coach Anton Gavel vor allem im Backcourt noch auf der Suche nach den passenden Kombinationen ist.

    Gavel ist seit dieser Saison Trainer beim FC Bayern.
    Gavel ist seit dieser Saison Trainer beim FC Bayern. IMAGO/Sven Simon

    Die Anfangseuphorie nach dem Erfolg in Sofia gegen Hapoel Tel Aviv ist schon wieder verflogen. Die Niederlage gegen Partizan Belgrad war ein gewaltiger Dämpfer für die Bayern, ein Spiel, welches gewinnbar war, dennoch aber die Probleme der Bayern aufzeigte.

    Coach Anton Gavel verwies vor allem auf die 17 Ballverluste, die sich seine Mannschaft leistete. Am Ende war es sinnbildlich, dass die Münchner eigentlich bei einem Punkt Rückstand den letzten Wurf hatten, dann aber Youngster Tobias Jensen einen Pass in Richtung von Andreas Obst warf, den dieser nicht erwartete. Der Ball sprang ins Aus, Partizan erhöhte auf zwei Zähler Differenz von der Freiwurflinie und die Bayern schafften es nach einer Auszeit nicht, ein gutes Play zu laufen. Stattdessen isoliert Duane Washington und setzte einen schweren Dreier auf den Ring.

    Am Ende fehlte einfach das Konzept, eine gewisse Selbstverständlichkeit, um gegen druckvolle Serben Lösungen zu finden. Vier verschiedene Spieler probierte Gavel auf der Eins aus - überraschend Kamar Baldwin (zuvor zweimal nicht im Kader in der EuroLeague), Jensen, Washington und Rokas Jokubaitis. So wirklich funktionierte es nur, wenn Washington für sich selbst kreierte und die heiße Hand hatte.

    Washington Jr. kam auf 20 Zähler gegen Partizan.
    Washington Jr. kam auf 20 Zähler gegen Partizan. IMAGO/Eibner

    Bayern: Gavel sucht die Lösung auf der Eins

    "Wir haben nicht das richtige Lineup gefunden", bemängelte auch Gavel offen. "Defensiv hat mir das teilweise gut gefallen, offensiv eher nicht." Zumindest drei Viertel lang, danach übernahm Partizan-Star Carlik Jones, der zwölf der 29 Belgrader Punkte im Schlussabschnitt erzielte.

    Dennoch war es auch auffällig, wie viele Probleme die Bayern gegen die unangenehmen Guards Alessandro Pajola (3 Steals) und Luca Vildoza (4 Steals) hatte, Ruhe in den Ballvortrag zu bringen. Baldwin überzeugte zwar in der BBL, doch für die EuroLeague scheint es nicht zu reichen. Washington ist der Zocker, der dir Spiele gewinnen kann, aber auch kein Spiel leitet. Jensen ist defensiv ein Gewinn, eine Offense auf diesem Niveau kann er aber (noch) nicht anführen.

    Bayern: Crunchtime-Offense nicht gut genug

    Und bei Jokubaitis wird es nach einem Jahr Verletzung noch Zeit brauchen, gleichzeitig ist es bedenklich, wie einfach der Litauer in der Verteidigung sich schlagen lässt. Vielleicht hätte ein Justus Hollatz geholfen, der stand aber wie MarJon Beauchamp und Oscar da Silva diesmal nicht im Kader.

    "Wir haben in zwei von drei Spielen eine solide Führung herausgespielt, aber hinten raus haben wir trotzdem den Kopf verloren. Das darf uns nicht passieren", merkte auch Johannes Thiemann an. "Dafür ist die EuroLeague zu stark, als dass wir anderen Teams Hoffnung geben." Gerade einmal drei Punkte erzielten die Bayern in den letzten 4:30 Minuten, zu wenig, um gegen Partizan zu gewinnen. Die sind dank einer starken Verteidigung und den Crunchtime-Künsten von Jones nach drei Spielen noch ungeschlagen. Die Bayern sind von diesen Teams weiß Gott nicht weit weg, noch fehlt aber das Feintuning.

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    Robert Arndt