vor 21 Stunden
Neu-Hall-of-Famer sieht Superteam-Gefahr
Nach den Verpflichtungen von LeBron James und Jaylen Brown gelten die Philadelphia 76ers in der kommenden Saison mindestens als Mitfavorit in der Eastern Conference. Trainerikone Doc Rivers stellte nun klar, dass es für Erfolg allerdings mehr brauche als eine auf dem Papier gute Mannschaft.

"Ich glaube zwar schon, aber ich weiß es nicht", antwortete Rivers am Rande der Hall-of-Fame-Zeremonie auf die Frage, ob die neuen 76ers Erfolg haben werden, und verwies dabei auf die vielen Hindernisse, die eben auch für ein Superteam existieren.
"Die eine Sache, die ich übers Gewinnen gelernt habe, ist, dass, wenn nicht die gesamte Gruppe gewinnen will - also ich meine wirklich jeden einzelnen Spieler -, dann wird es schlicht nicht passieren."
Rivers, der nach seinem Intermezzo mit den Milwaukee Bucks derzeit keinen Arbeitgeber hat, erinnerte dabei an die New York Knicks, die in den Playoffs angefangen hätten, zum Wohle des gemeinsamen Erfolges völlig selbstlosen Basketball zu spielen: "In Spiel zwei oder drei gegen die Hawks haben sie das Scoring quasi aufgegeben. Es kam mehr darauf an, wer den Ball hat - diese Dinge müssen zusammenpassen."
Vor demselben Problem würde Rivers zufolge nun Philadelphia stehen. Viele der 76ers-Spieler sind es gewohnt, den Ball in den Händen zu halten. Das macht es erstmal schwierig, auf einen Nenner zu kommen. Hier eine Lösung herbeizuführen, sei deutlich wichtiger, als in der Theorie gut zusammenzupassen. "Viele Teams sehen auf dem Papier gut aus. Aber das wird der Schlüssel für sie sein."
Vertrauen habe er indes in Trainer Nick Nurse, der es in der Vergangenheit bereits geschafft habe, eine solche Situation richtig anzupacken: "Ich glaube, dass Nick sehr gut darin ist. Er hat das schon in Toronto geschafft. Aber gleichzeitig ist jede Truppe unterschiedlich - man kann es nie wissen."
jos