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Celtics-Star spricht über Zukunft in Boston
Jaylen Brown sorgt nach dem frühen Playoff-Aus der Boston Celtics weiter für Schlagzeilen. Trotz einer Geldstrafe über 50.000 Dollar legte der Celtics-Star erneut gegen die Schiedsrichter nach.

Die NBA hatte Jaylen Brown erst am Dienstag mit 50.000 Dollar Strafe belegt. Grund waren seine Aussagen nach dem Erstrunden-Aus der Boston Celtics gegen die Philadelphia 76ers, als Brown den Schiedsrichtern indirekt eine "Agenda" gegen ihn unterstellt hatte.
Doch statt zurückzurudern, legte Brown jetzt in einem weiteren Twitch-Stream sogar noch einmal nach: "Die Inkonstanz zwischen Regular Season und Playoffs ist nicht nur etwas, das ich anspreche", erklärte Brown. "Es gibt eine wachsende Frustration unter Spielern und Fans."
Deutlich wurde der Celtics-Star bei seiner Haltung gegenüber möglichen weiteren Strafen. "Ihr könnt mich bestrafen und weiter bestrafen", sagte Brown. "Aber ich liebe Basketball. Dann bestraft mich eben dafür."
Bereits direkt nach Spiel sieben gegen Philadelphia hatte Brown für Aufsehen gesorgt, als er behauptete, manche Referees würden bei ihm inzwischen allein aufgrund seines Rufes besonders schnell Offensivfouls pfeifen. "Vielleicht, weil ich die Refs in der Regular Season kritisiert habe", sagte Brown damals. "Sie meinten quasi: 'Du wirst die Playoffs bei Offensivfouls anführen.'"
Zusätzlich erklärte Brown sogar, er habe mit einigen Referees gesprochen, die ihm bestätigt hätten, dass es vor Spielen bestimmte Narrative gebe. Konkret behauptete er: "Sobald Jaylen die Arme hebt, pfeift einfach." Außerdem bezeichnete Brown Joel Embiid in seinem Stream als "Flopper".

Nach dem bitteren 3-4 in der ersten Playoff-Runde gegen Philadelphia hatten zuletzt Gerüchte über mögliche Spannungen zwischen Brown und den Celtics die Runde gemacht. Unter anderem hatte NBA-Legende Tracy McGrady behauptet, Browns Frust liege "tief innerhalb der Organisation".
Brown selbst reagierte darauf nun deutlich. "Ich liebe Boston", erklärte der 29-Jährige. "Wenn es nach mir geht, könnte ich die nächsten zehn Jahre in Boston spielen."
Auch Celtics-Präsident Brad Stevens hatte zuvor erklärt, ein Gespräch mit Brown sei "ausschließlich positiv" verlaufen. Brown selbst meinte dazu: "Ich hasse es, dass Brad überhaupt darauf antworten musste."
Interessant ist die Situation trotzdem. Brown kann im Juli eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und rund 142 Millionen Dollar unterschreiben. Gleichzeitig hatten zuletzt einige Beobachter spekuliert, dass Brown langfristig womöglich lieber die unumstrittene erste Option eines Teams sein möchte.
Trotz des Ausscheidens gegen Philadelphia blieb Brown bei seiner Aussage, dass die Saison 2025/26 seine "Lieblingssaison" gewesen sei. "Die Erwartungen an dieses Team waren, dass wir scheitern", sagte Brown. "Die Leute dachten, wir würden aufgeben. Dieses Team hat genau das Gegenteil gemacht."
Nach der schweren Achillessehnenverletzung von Jayson Tatum sowie den Abgängen von Kristaps Porzingis und Jrue Holiday galt Boston vor der Saison nicht mehr als klarer Titelfavorit. Brown übernahm offensiv so viel Verantwortung wie nie zuvor und spielte statistisch die beste Saison seiner Karriere mit 28,7 Punkten, 6,9 Rebounds und 5,1 Assists pro Partie.
"Ich habe jeden Tag gesehen, wie dieses Team gewachsen ist und mit Widerständen umgegangen ist", erklärte Brown. "Natürlich sind wir nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Aber gemeinsam durch diese schwierigen Momente zu gehen, hat diese Saison besonders gemacht."
kon