24.03.2025
Chemnitzer will mehr spielen
Kevin Yebo wechselte im März vom FC Bayern Basketball zurück nach Chemnitz. In einem Podcast sprach der Forward nun über die Beweggründe und warum es in München nicht wie gewünscht lief.

Im Sommer 2024 hatte Yebo für drei Jahre in München unterschrieben, doch nach gut einem halben Jahr wurde das Kapitel wieder vorzeitig beendet. "Ich habe mich mental auf etwas anderes vorbereitet" gab Yebo im Podcast Talkin‘ Basketball an, schob aber auch nach, dass er deswegen in München niemandem einen Vorwurf machen würde.
"Ich hatte schon unterschrieben, bevor klar war, dass Gordie [Herbert] der Coach werden würde. Dazu wurden dann auch noch andere Spieler nachverpflichtet, von denen ich nichts wusste. Das ist aber nicht schlimm und ganz normal in diesem Geschäft." Dazu habe ihn ein familiärer Schicksalsschlag zu Saisonbeginn belastet.
Der Forward kam in München nur vereinzelt zum Zug und war im neuen Kalenderjahr kaum noch in der Rotation der Münchner. Der 29-Jährige merkte auch an, dass er einfach nicht ins System der Bayern passte. "Ich funktioniere am besten, wenn ich maximale Freiheit und Vertrauen vom Trainer bekomme. Ich bin etwas unorthodox und damit kann nicht jeder Trainer umgehen. Ich hatte mich darauf schon vorbereitet, aber ich habe gemerkt, dass ich anders spielen muss, um dem Team zu helfen."
Da der Kader der Münchner aber qualitativ so hochwertig ist, waren diese Fähigkeiten nur selten gefragt, weswegen die Trennung für beide Seiten nur logisch war. "Ich habe für das Team alles gegeben, aber ich habe gemerkt, dass mein Herz etwas ganz anderes will", erläuterte Yebo. "Dafür bin ich den Bayern dankbar, weil ich verstanden habe, was ich vom Basketball will. Ich bin ein Baller, ich liebe Basketball und dafür möchte ich auf dem Feld stehen."
Stattdessen wechselte Yebo zurück nach Chemnitz, obwohl der Bonner auch noch ein anderes Angebot auf dem Tisch liegen hatte. Ein Anruf von Coach Rodrigo Pastore habe ihn schließlich überzeugt. Zweimal spielte Yebo seit der Rückkehr wieder für die Niners, beide Spiele wurden gewonnen. Dabei gelangen dem Forward durchschnittlich 16 Punkten sowie fünf Rebounds.
rar