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    Basketball - BBL-Pokal

    vor 5 Stunden

    Berlin steht im Pokal-Viertelfinale

    Comeback ohne Kayil und Co.: Wie Alba der Personalmisere trotzt

    Alba Berlin hat sich trotz großer Personalprobleme ins Viertelfinale des BBL-Pokals gekämpft. Nach dem 83:71 gegen Bamberg erklärten Jonas Mattisseck und Brandon Angel, was die Partie nach dem Pausenrückstand veränderte und welche Bedeutung der Erfolg für die kommenden Wochen haben kann.

    Mattisseck gilt als bissiger Verteidiger.
    Mattisseck gilt als bissiger Verteidiger. IMAGO/Contrast

    Mit einem 33:41-Rückstand war Alba in die Kabine gegangen, nachdem die Berliner in der ersten Hälfte offensiv kaum Rhythmus gefunden hatten. Nach der Pause veränderte sich vor allem die Intensität. "Ich denke, es begann mit unseren Stops", sagte Brandon Angel im Gespräch mit basketball-world.news. Aus den Ballgewinnen seien einfache Punkte entstanden, anschließend habe auch das Publikum neue Energie geliefert.

    Jonas Mattisseck sah den Schlüssel in einer gelungenen Mischung aus Kontrolle und Aggressivität. "Wir hatten heute eine sehr gute Kombination aus Ruhe in der Defense und gleichzeitig Aggressivität", erklärte der Guard im Gespräch mit basketball-world.news. Alba habe sich auch von vergebenen Würfen nicht aus dem Konzept bringen lassen und sich mit wichtigen Rebounds, insbesondere am offensiven Brett, in der Partie gehalten.

    Im Schlussviertel fiel schließlich auch der Distanzwurf. Malte Delow und Justin Bean sorgten mit ihren Dreiern für den Berliner-Aufschwung, während Bamberg offensiv zunehmend den Faden verlor. "Am Ende sind dann auch die Würfe gefallen", sagten beide Berliner. Für den US-Amerikaner zeigte das Comeback eine wichtige Qualität: "Es ist ein Pokalspiel, gewinnen oder nach Hause fahren. Man muss einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen."

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    Liga-Pleite als zusätzliche Motivation

    Die Niederlage gegen Bamberg im Pokalfinale der vergangenen Saison habe dabei keine entscheidende Rolle gespielt, betonte Mattisseck. Zusätzliche Motivation sei vielmehr aus dem deutlichen 83:98 im Ligaduell zu Saisonbeginn entstanden. "Wir waren nach dem letzten Spiel gegen Bamberg sehr unzufrieden. Wir wollten es diesmal besser machen und hatten uns deshalb viel vorgenommen", erklärte Mattisseck. Ein Pokalspiel sei ohnehin emotionaler, "weil es um mehr geht".

    Für den weiteren Saisonverlauf könnte der Erfolg deshalb besonders wertvoll sein. "Es war wichtig, uns selbst zu zeigen, dass wir einen solchen Pausenrückstand noch aufholen können", sagte Angel. Alba habe die erste Hälfte etwas schläfrig beendet, sich in der Kabine jedoch neu gesammelt und direkt nach der Pause zurückgeschlagen. "Das war auch mit Blick auf unser Mindset für die kommenden Aufgaben sehr wichtig."

    Mattisseck hofft ebenfalls auf eine nachhaltige Wirkung: Der Einzug ins Viertelfinale gebe der Mannschaft "viel Energie für die nächsten Wochen".

    Sam Müller