vor 15 Stunden
Trier verliert Offensivspkektakel gegen Oldenburg
Die Fitness First Würzburg Baskets haben einen wichtigen Sieg im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation eingefahren. Indes stoppte Rostock gegen Jena die jüngste Talfahrt und wahrte seine Chancen auf eine Teilnahme an den Play-Ins.

Die Fitness First Würzburg Baskets haben einen bedeutenden Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme gemacht. Im Duell 5 (Ulm) gegen 6 (Würzburg) setzten sich die Franken dank einer Energieleistung nach der Pause gegen den direkten Tabellennachbarn durch.
Das dritte Viertel gewann Würzburg deutlich mit 30:15, womit sich der Gastgeber erstmals zweistellig absetzen konnte. Nachdem Davion Mintz das Team mit 20 Punkten in der ersten Halbzeit getragen hatte, liefen nun auch seine Mitspieler heiß. Mehrere Dreier von Jonathan Stove und Marcus Carr stellten die Weichen für den 18:5-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte.
Mit dem Sieg klettert Würzburg an Ulm vorbei auf Platz fünf der BBL-Tabelle. Nach dem Sechs-Punkte-Sieg im Hinspiel der Ulmer, geht der Direktvergleich nun ebenfalls an Würzburg.

Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge sind die Rostock Seawolves zurück auf der Siegerstraße. Mit einem ungefährdeten Erfolg gegen Aufsteiger Science City Jena bewahrten die Hanseaten zudem ihre Chancen auf einen Platz im Play-In-Turnier. Wenigstens vorübergehend klettert Rostock auf einen eben solchen (10.). Später heute sind allerdings noch Chemnitz und Oldenburg gefordert.
Die Seawolves übernahmen das Ruder bereits von Beginn, als man in den ersten fünf Minuten auf 14:2 davongezogen war. Die Gäste aus Thüringen kamen nun zwar immer besser ins Spiel, vermochten den Rückstand allerdings nicht zu egalisieren. Zu jedem Zeitpunkt bewegte sich die Führung im Bereich von sechs bis 15 Zählern.
Überragender Mann des Spiels war Jenas Joe Wieskampf, der alle Akteure mit 32 Punkten klar anführte (6/10 Dreier). Auf Seiten der Gastgeber war Flügelspieler Kassim Nicholson am treffischersten (17 PTS, 10 REB).
Jena verpasst damit die Chance, den Klassenerhalt auch rechnerisch zu fixieren. Bei Niederlagen von Braunschweig heute und Heidelberg morgen könnte die Taylor-Mannschaft den BBL-Verbleib aber noch an diesem Wochenende auf der Couch zelebrieren.
Von Beginn an sahen die Zuschauer in Trier ein sportlich unterhaltsames Duell, an dessen Anfang die Gäste das Kommando übernahmen. Das Auftaktviertel ging mit 25:13 an Oldenburg, wobei Fobbs (11) und Tischler (10) den Großteil des Scorings unter sich aus machten. Ersterer hatte drei Minuten vor Viertelende seinen dritten Distanztreffer im Korb untergebracht und die Führung damit auf +17 (6:23) hochgeschraubt.
Doch Trier wehrte sich. Den Schwung infolge des 5:2-Laufs zum Viertelende nahmen die Moselstädter gleich mit in den zweiten Durchgang, wo plötzlich auch dieser Seite der Dreier fallen wollte. Kurz vor der Halbzeitpause besorgte Guillozet gar die kurzzeitige Führung für Trier, ehe Clemons an der Linie den Pausenstand herstellte (43:43).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offensiv hochattraktiv. Beide Mannschaften trafen sowohl innen als auch außen hochprozentig. Die Führung wechselte allein im dritten Abschnitt unfassbare 15 Mal! Im Schlussabschnitt übernahm allerdings wieder Oldenburg die Kontrolle. Ein 9:2-Lauf für die Gäste brachte diese auf die Siegerstraße. Im finalen Angriff vergab Triers Topscorer Dehkordi (20 PTS, 5 AST) den Dreier zur möglichen Verlängerung.
Trier verliert damit das vierte Spiel in Folge, verbleibt aber auf Rang 9. Gleichwohl verkürzt Oldenburg den Rückstand und besitzt weiterhin gute Chancen auf eine Play-In-Teilnahme.
Braunschweig lebt! Die Basketball Löwen waren zum Siegen verdammt, um den Abstieg abzuwenden, und haben dem Druck standgehalten. Über 45 Minuten lieferten sich die Niedersachsen mit Playoff-Aspirant Ludwigsburg ein regelrechtes Spektakel. Noch 47 Sekunden vor Ende des vierten Viertels hatte vieles auf einen Sieg der Gäste hingedeutet.
Nach And-One von Brandon Tischler erhöhte Terrell Harris den Ludwigsburger Vorsprung auf fünf Punkte (83:88). Zum Helden avancierte jedoch Bryant Crawford, der im direkten Gegenzug erst einen Dreier und anschließend einen Leger verwandelte, um die Verlängerung zu erzwingen.
Diese begann für die Hausherren nach Maß. Benjamin Schröders And-One leitete einen 7:0-Lauf zu Beginn der Zusatzzeit ein. Doch Ludwigsburg begehrte infolge einer Auszeit nochmal auf. Mit je zwei Freiwürfen und zwei Dreiern stemmte sich Guard Stefan Smith vehement gegen die Niederlage. Letztlich kam die Aufholjagd allerdings zu spät.
Während Braunschweig somit ihre Minimalchance zum Klassenerhalt aufrecht erhält, müssen die Barockstädter einen Rückschlag im Rennen um die Playoffs einstecken. Durch das morgige Spiel Vechtas kann das Team von Trainer Mikko Riipinen noch auf den achten Rang abrutschen.
jos